Dienstag, 19. Mai 2026

Dis/connection part 1

Fühl mich erdrückt, verschwinde in mir, verschwinde in Verfügbarkeit für den anderen. Verschmelze mit dem Gegenüber, keine wirkliche connection, bin nur Zuhör-Roboter. Brauche Momente zwischen den Worten, zum Denken, zum Fühlen, doch in all deinen Worten hab ich mich selbst verloren. 

Will weinen, bin so erschöpft davon, mich selbst zurück zu halten, dabei brauche ich grad so sehr jemanden der mich hält, der mich sieht (während ich fleißig alle wegstoße die das vielleicht wollen). Ich nehme nicht teil, reagiere nur, bin dein emotionales Echo. 

Zeige mich nicht, aus Angst in Leere zu fallen und die habe ich eh schon in mir. So lange du bei mir bist, aber auch nicht, kann ich nicht fallen, aber ich hänge lässig am Abgrund, als wär nichts und lächle gequält, um dir Aufmerksamkeit zu signalisieren. Aber 3/4 meiner Aufmerksamkeit sind bei meiner eigenen Leere, bei diesem Hängen, bei Gedanken an Abgrund. Wobei da keine Leere ist. Sondern ganz viel in mir, ein Strudel, aber er wird überlagert von deinen niemals enden wollenden Worten. Ich will dir zuhören, weil ich dich mag, aber noch lieber will ich mit dir in Verbindung sein. Währenddessen am Abgrund, der keiner sein müsste: 

Einfach erschöpft sein von so viel "sozialer" Interaktion - vermutlich eher von den Disbalancen darin, die ich niemals glatt bügeln oder einfach mal aushalten kann. 

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