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Dienstag, 19. Mai 2026

Dis/connection part 1

Fühl mich erdrückt, verschwinde in mir, verschwinde in Verfügbarkeit für den anderen. Verschmelze mit dem Gegenüber, keine wirkliche connection, bin nur Zuhör-Roboter. Brauche Momente zwischen den Worten, zum Denken, zum Fühlen, doch in all deinen Worten hab ich mich selbst verloren. 

Will weinen, bin so erschöpft davon, mich selbst zurück zu halten, dabei brauche ich grad so sehr jemanden der mich hält, der mich sieht (während ich fleißig alle wegstoße die das vielleicht wollen). Ich nehme nicht teil, reagiere nur, bin dein emotionales Echo. 

Zeige mich nicht, aus Angst in Leere zu fallen und die habe ich eh schon in mir. So lange du bei mir bist, aber auch nicht, kann ich nicht fallen, aber ich hänge lässig am Abgrund, als wär nichts und lächle gequält, um dir Aufmerksamkeit zu signalisieren. Aber 3/4 meiner Aufmerksamkeit sind bei meiner eigenen Leere, bei diesem Hängen, bei Gedanken an Abgrund. Wobei da keine Leere ist. Sondern ganz viel in mir, ein Strudel, aber er wird überlagert von deinen niemals enden wollenden Worten. Ich will dir zuhören, weil ich dich mag, aber noch lieber will ich mit dir in Verbindung sein. Währenddessen am Abgrund, der keiner sein müsste: 

Einfach erschöpft sein von so viel "sozialer" Interaktion - vermutlich eher von den Disbalancen darin, die ich niemals glatt bügeln oder einfach mal aushalten kann. 

Dienstag, 3. April 2018

P.P.S.

OBERFLÄCHLICHKEIT und BEDEUTUNG (SINN)
stehen sich im Weg
oder gehören doch zusammen?

Will in tiefste Abgründe (Stichwort Black Smoker), doch besitze noch nicht mal Taucherflossen geschweige denn eine Taucherbrille. Eine Stirnlampe für unter Wasser wäre auch nicht schlecht. Denn wie soll ich denn die Perlen erkennen, wenn ich im schwärzesten Dunkel da unten gar nichts sehe?

Donnerstag, 10. Juli 2014

Ponyhof des Lebens

In meiner Nachbarschaft gibt es unzählige Leute, die ihren Hunden auffallend ähnlich sehen. Da sollte ich es mir wahrscheinlich nochmal überlegen, mir später einen Mops anzuschaffen.
Aber Haustiere sind sowieso scheiße. Türen sind scheiße, auch wenn oder gerade weil sie eine tragende Rolle in Kafkas "Verwandlung" spielen. Erwartungen und Gefühle sind scheiße. Krank sein im Sommer ist scheiße. Schule ist scheiße.
Was schreibt man in einer E-mail an jemanden, der höchstwahrscheinlich bald stirbt, ohne total lächerlich zu klingen? Btw, Habt ihr "Das Schicksal ist ein mieser Verräter" geguckt? Ich am Montag, war auch ziemlich romantisch und traurig. Trotzdem musste ich nicht heulen (während alle um mich herum mit der Zeit in einem Berg aus benutzten Taschentüchern verschwanden), aber irgendwie kam mir alles so weit weg vor, eben nur auf einer Kinoleinwand. Selbst mein Leben kommt mir manchmal nicht mehr vor wie mein eigenes. Passiert das hier grade wirklich? Irgendwie teilnahmslos, meine Heulfreundinnen bezeichneten mich als emotionslos und wahrscheinlich bin ich genau das, denn heute nannte mich meine Mutter eine unsoziale "arrogante Kuh", der eh alles egal wäre und die alles überall rumliegen lässt. Bekomme das Gefühl, mich wirklich überwiegend beschissen zu verhalten, aber irgendwie hab ich auch keinen Bock, es zu ändern, denn was macht am Ende den Unterschied? Wir werden eh alle sterben, am Ende. Also wäre jegliche Gefühlsduselei doch nur Zeitverschwendung.
Und dann werde ich als Erdnuss wiedergeboren, was zugegebenermaßen auch nicht gerade toll wäre.
Noch ne Frage, die mich beschäftigt: Wie friendzone ich jemanden, ohne echt standartmäßig zu klingen? Tendiere dazu, einfach zu sagen: "Nö ich hab keinen Bock", alles andere erscheint mir zu kompliziert und zu unbedeutend. Aber das wäre wahrscheinlich mal wieder nicht sehr einfühlsam. Und ist es in allen Fällen immer besser, das zu sagen, was man denkt, auch wenn es gar nichts ändern würde?  Bewundere ja Leute, die das tun, wirklich. Aber...
"Und hübsch find ich dich übrigens auch", hast du gesagt, aber das ist nicht wahr, denn dadurch dass ich so böse und unsozial bin und nie wieder lache, werde ich bald echt hässlich sein.
Sommer, ich hoffe, du hast einen Plan für mich, denn ich habe keinen.

Dienstag, 13. November 2012

Kohlenhydrate!!!

Wir sind alle wie Butter auf Toast.

Ist das Toast kalt und wir auch,
so liegen wir nur emotionslos aufeinander
Ist das Toast noch heiß,
so lässt es und schmelzen und nimmt uns mit all unserem Cholesterin auf
Sind Toast und Butter warm,
so bildet sich eine harmonische Einheit, die sich ergänzt und mit ihrer Perfektion begeistert.

Aber nicht vergessen!
Wie eine Freundin immer zu sagen pflegte: Je weißer das Brot, desto eher bist du tot.