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Sonntag, 7. Dezember 2014

Im falschen Film?

Für mich ist Weihnachten die Übertreibung des Jahres. Es ist einfach nicht mehr so geil wie früher, als man noch im Dreieck gesprungen ist vor Aufregung und sich ne ganze Keksdose gefreut hat, wenn es an Heiligabend laut an der Tür klopfte, während man aus dem Fenster des Kindezimmers ins Dunkel starrte, auf der Suche nach Rudolf und dem fliegenden Schlitten.
Heute gibt es tausend Probleme, schon allein bei der Planung des Ganzen: Was ist mit Oma, was gibts zu essen, "was soll ich meinem Freund schenken (er hat schließlich gesagt, dass er schon so 200 € ausgibt für mein Geschenk, als wir darüber sprachen)" -> Zitat der Jahrgangsbonzin, wo wird gefeiert, haben wir überhaupt Bock auf die Verwandten? Alles ist total hektisch, keine Spur von Besinnlichkeit im Advent. Dabei kann ich nicht leugnen, dass ich mit Weihnachten etwas Magisches verbinde und mir insgeheim wie jedes Jahr wünsche, dass es etwas ganz Besonderes wird.

Meiner Sehnsucht folgend begab ich mich Freitagabend ins Kino. Ich hatte mich unüberlegterweise dazu verpflichtet, meinen Bruder und seinen Kumpel hinzufahren (sie wollten sich in alkoholisiertem Zustand "Mockingjay Teil 1" reinziehen, nicht so mein Fall). Also wollte ich auch einen Film gucken und der einzig ansprechende schien mir ein schnulziger Weihnachtsfilm zu sein: "Alles ist Liebe", die deutsche Version zu "Tatsächlich...Liebe", wie schon beim Betrachten der Überschrift zu erkennen war. Meine Freunde waren alle busy oder ich wollte sie nicht fragen, weil es mit manchen (männlichen) Exemplaren peinlich ist, Liebesfilme zu gucken. Das alles lief darauf hinaus...dass ich doch tatsächlich forever alone in eine kitschige Romanze ging. War aber gar nicht mal so schlimm, wie es sich anhört. Zum Glück kannte ich niemanden und vor mir saß ein Pärchen mit der wie es aussah ABF der Frau und ich entschied, dass es immer noch besser war, alleine in einen Liebesfilm zu gehen als mit einem Pärchen. (vielleicht hatten sie auch ne Dreierbeziehung und auch Dreierdates mit Pärchen hat es in meiner dunklen Vergangenheit gegeben)
Der Film war vielleicht nicht sooo anspruchsvoll und ein bisschen zu kitschig und happy-end lasting, aber für mich war es in dem Moment irgendwie genau das Richtige! Echt süße Story und witziger, schöner Film, wenn man mal der unromantischen Realität entfliehen möchte!
Am nächsten Tag geriet ich ungeahnt in eine Treibjagd. Wie die Menschen mit neongelben Warnwesten auf einem offenen Feld Wild schießen wollen, war mir allerdings schleierhaft. Bis mich der Trecker mit Tarnzweigen und einem toten Fuchs, der auf der Außenwand der Anhängers hing, überholte und ich diesem völlig sprachlos hinterher schaute. Totaler Gegensatz zu der Glitzerwelt im Film. Langsam beschleicht mich aber sowieso der Verdacht, dass wir in einer Matrix leben.

                                   

Montag, 31. Dezember 2012

Ein Tiger namens Richard Parker

by the way: 5000 KLICKS!

Gestern waren wir mit der ganzen Familie im Kino und mein Filmvorschlag hat sich wie immer durchgesetzt: "Life of Pi-Schiffbruch mit Tiger" ist ein wirklich schöner, spannender 3D Film mit atemberaubenden Bildern, tollen Schauspielern und einer fantastischen Geschichte. Es bleibt dem Zuschauer überlassen, sie zu glauben oder nicht und wer nach dem Film sagt: "HÄ, es gibt doch gar keine fleischfressenden Inseln und Fische können gar nicht fliegen!?", für den ist es möglicherweise vertane Zeit, aber ich fand die Geschichte einfach toll und war voll in ihrem Bann. Es ist kein süßer Tierfilm und auch keine typische Happy End Story, einfach etwas Besonderes, Unvergleichliches.
Die Story: Der Junge Piscine, genannt Pisser oder Pi, wandert mit seiner Familie von Indien nach Kanada aus. Mit dabei sind alle Tiere aus dem Zoo seines Vaters, den dieser nicht aufgeben möchte, aber damit in Indien nicht mehr genug Geld verdient. Eines Nachts gerät das Frachtschiff in einen Sturm und kentert. Übrig bleibt Pi, zusammen mit einem Tiger, einem Zebra, einem Orang Utan und einer Hyäne auf einem Rettungsboot. Ob und wie er überlebt...guckt euch den Film an!


               
                

Sonntag, 2. Dezember 2012

Vielleicht lieber morgen...

Gestern war ich mit meinem Bruder und Ingeborg im Kino um ENDLICH den Film "Vielleicht lieber morgen" mit Emma Watson zu gucken und ich verstehe einfach nicht, warum der in der ganzen Stadt und hier draußen "auf dem Land" sowieso nicht läuft, außer an einem einzigen Tag und auch nur als Wunschfilm. Denn es ist wirklich soo ein toller, schöner, traurig-lustiger, anspruchsvoller Film!! Am Anfang dachte ich, es wäre einfach nur ein weiterer Highschool-Movie wie alle anderen. Aber dadurch dass er so auf alt gemacht ist und die Charaktere total gut gespielt wurden wie ich fand, ist er etwas besonderes. Außerdem nimmt die Geschichte zum Ende hin noch einen tragischen Wendepunkt und es gibt kein typisches Happy End. Der Film ist richtig gut gemacht, so unvorhersehbar und rührend dass einem in einem Moment fast die Tränen kommen (ich bin ja eher nicht so der Film-Heuler...), aber man im nächsten schon wieder lächeln muss. Falls er bei euch laufen sollte, GUCKT IHN EUCH AN!!!


 
P.S. An Ingeborg und Linus: War sehr schön mit euch, vor allem die Seifenblasen mitten in der nächtlichen Stadt ♥