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Dienstag, 13. Dezember 2022

Wenn ich mein' Schatz nicht rufen darf

 Seniorenlied passend zur Stimmung (Referenz: Damals im Altenheim mit Toni und Klaus geschmettert und es kam mir jüngst wieder in den Sinn, irgendwie berührt mich das Lied und die Erinnerung an Toni, die im Altenheim fern ihrer Heimat immer gute Laute an den Tag legte.) 

Ein schwarzes Geschwür verdunkelt den Himmel. Erst ist es nur eine einzelne Zweifel-Krähe, dann folgen immer mehr, bis ich den Himmel vor lauter schwarz nicht mehr sehe. Sie verschwimmen ineinander, bilden eine Front, sausen herab und hacken nach mir, tun sich zu einer Verschwörungseinheit zusammen. Ich will alle Hoffnung von mir werfen, ihnen geben was sie wollen, hier habt ihr ein paar Körner Hoffnung, da ein paar Samen, aus denen mein Glaube an das Gute keimen könnte. Doch ich widerstehe dem Impuls und lasse den Krähenschwarm vorüberziehen, kämpfe mit mir, es zieht mich in den Schwarm, gleich heben sie mich in die Lüfte zu sich und bringen mich an diesen schrecklichen Ort in meinem Kopf. Ein karger Felsvorsprung ohne Möglichkeit zu entkommen oder Schutz zu suchen, kalt und grau und trostlos. Endloser Streit und allein sein mit sich, vergessen sein, unverstanden und unzugehörig sein. Das nächste, was mich ergreift ist meine eigene Verzweiflung beim Gedanken an diesen Ort. Krähen greifen doch keine Menschen an. Es ist nur die Dunkelheit die mir Angst macht und mir mein sicheres, leichtes Gefühl raubt. Da taucht eine weiße Möwe auf, mit weiten Schwingen und leuchtend hell fliegt sie anmutig und mühelos, lässt das Dunkel verblassen. So wie sie möchte ich sein, mutig und frei. 

Also gucke ich 'Drei Haselnüsse für Aschenbrödel', in dem auch weiße Tauben vorkommen und sich das Aschenbrödel niemals entmutigen lässt und dabei auch noch witzig, selbstbewusst, mysteriös, cool und schön ist. Auf eine Art finde ich den Film bzw. ihre Rolle also durchaus emanzipiert, naja zumindest für die Zeit. Apropos Zeit: Außerdem lese ich 'Das achte Leben (Für Brilka)' von Nino Haratischwili und lerne etwas über den ersten und zweiten Weltkrieg, was deutlich spannender ist als damals im Geschichtsunterricht. Und ich gieße Kerzen mit meiner Jubiläumsfreundin und klimpere auf Tasten, wandele durch die glitzernde Stadt und backe Kuchen für Besuch, telefoniere mit Noelle und Jo, trinke Bier von Susi während wir einen 2 stündigen Film in 5 Stunden gucken, aber dann nachts bin ich doch manchmal allein mit den Krähen. 

Sonntag, 31. Oktober 2021

Goldener Oktober, Ambivalente Amphibien & other stories

Bin weit weg von allem in Stille und Weite, keine Struktur in mir und um mich und mein Kopf ist leer. Keine Ideen die sich überschlagen, keine Menschen die meinen Kopf bevölkern, keine Pläne und kein nervöser Blick aufs Handy. Keine ständige Reaktionsbereitschaft und News-Geilheit. Das ist es nämlich: Ständig in Erwartung auf neue informationen stehe ich sonst bereit, auf eintrudelnde Nachrichten zu reagieren. Lasse davon wie ferngesteuert meinen Tag bestimmen, was würde ich mir wohl sonst erdenken wenn mein Kopf mal leer laufen würde? Stattdessen wird mein Denken in bestimmte Bahnen gelenkt durch die Bilderflut beim Scrollen, den hottest gossip von meinen Freunden, fremden Leuten die in Podcasts labern und das Rauschen der Stadt. Laufe mit auf Sendung gestellten Antennen durch die Gegend auf der Suche nach dem place to be, den things to do und den peoples to meet. 

Zurück in Big-City eben dieses: alle Menschen die ich kenne rauschen wie automatisch durch meine Gedanken, ohne dass es dafür einen bestimmten Anlass gäbe. Ich weiß sie einfach in meiner Nähe, schätze ich. Physisch sowie virtuell, will am liebsten jede Idee für mögliche Aktivitäten direkt mitteilen. Fabuliere über große Zusammentreffen mit der ganzen Familie, Wochenendtrips mit Freundinnen, fühle mich seltsam verloren in meinem Leben und bin kurz davor, eine Bekannte zu kontaktieren, zusammen zum Herbstmarkt, ins Cafe oder was auch immer. Weiß aber gleichzeitig, beim Treffen würde ich mir doch direkt wieder wünschen, allein zu sein und unabhängig meinen Tag zu gestalten, läuft es bei einem solchen Kaffeetrink-Date doch sowieso immer aufs Gleiche hinaus und mir beim Gedanken daran kalt den Rücken hinunter: Höfliche Gespräche über Jobwechsel, die dann doch nicht vollzogen werden, WAS MAN DENN GRAD SO MACHT, den krankhaft eifersüchtigen Freund und deren kungesunde Beziehung, über die ich mich zwar ehrlich, aber doch nicht ZU direkt äußere, da wir eben nur BEKANNTE sind. Feststellungen, dass man doch UNBEDINGT MAL dies und jenes zusammen machen sollte und Schwelgen in alten Erinnerungen (sollte es sich statt der Bekannten um eine langjährigere Freundin handeln). 


Grade rechtzeitig kriege ich zum Glück noch die Kurve und jogge nach einem Telefonat mit meiner geliebten Blow Jo unter goldbunten Bäumen am Wasser entlang, um mich herum im Gleichschritt trottende Sonntagsspaziergänger. Wenn ich ehrlich bin, fühlt man sich wie auf einem Fließband, nur dass man selber die Füße bewegt. Aber in der Menge dieser unendlich wogenden Masse an spaziergehenden, arbeitenden, liebenden und streitenden, fühlenden, lebenden Menschen erkenne ich nur schwer noch einzelne Gesichter und ich erkenne fast nicht mehr die Landschaft um sie herum. Auf einmal kommt es mir so vor, es wären zu viele auf zu wenig Raum, seltsam unnatürlich drängen sie sich in Schlangen vor Cafes und in der U-Bahn und im Schwimmbad und auf den Spazierwegen, verträumt schlendernd in diesen Gegebenheiten, als würden sie gar nicht mehr merken, wie wenig Raum um sie rum und zum Denken übrig ist.

Wenn meine Texte zu lang werden, kriege ich wieder Platzangst und weiß nicht wie ich sie beenden soll. Irgendwie plättet mich diese Menge an Buchstaben… 


Die Gespräche um mich herum im Cafe in dem ich nun Carrie Bradshaw like sitze beruhigen mich irgendwie, ich frage mich unterdessen warum die Eidechse im hohen Norden letztens steif und frierend um diese Jahreszeit noch über den Bürgersteig gekrochen ist. Vielleicht weiß sie auch nicht was sie will? Trinke noch einen Cappuccino mit Hafermilch. 

Andererseits weiß ich ZIEMLICH VIELES, was ich will. Aber oft auch nur temporär. Wenn ich ganz mutig drauf bin, will ich grade ein Sonnenblumen-umwobenes warmes Haus mit Gemüsebeeten und Obstbäumen im Garten und hohem Gras, Katzen liegen träge in der Herbstsonne und blinzeln vertrauensvoll in die Welt, dabei sehen sie immer so aus als würden sie zufrieden lächeln. Das Haus steht optimalerweise nahe am Meer, ich lebe den Surfer-Lifestyle und bin vom Beobachten und Observieren der Wellen völlig gelassen geworden. Freunde kommen vorbei, um eine Auszeit von ihrem Leben zu nehmen. Wobei ich ihnen natürlich auch ein möglichst entspanntes Leben wünsche, von dem sie gar keine Auszeit brauchen. Ansonsten bin ich natürlich nicht alleine, sondern mit meiner geliebten Person, den Katzen und Kindern? Zum Frühstück esse ich Spiegelei von eigenen Hühnern. Auch sonntags um 16Uhr. In meiner Stadt gibt es leider kein Frühstück mehr am Sonntag nachmittag. Vielleicht doch ein Punkt, der für New York spricht. Los Angeles spricht mich neuerdings auch sehr an, ich führe Beziehungsstreits auf Basis von Wertekonflikten bei „The L-Word“. Anscheinend haben wir sonst nichts worüber wir streiten können? Oder projizieren eigene Probleme auf die Serien-Charaktere. 


Habe lange Listen von Büchern, die ich gerne lesen möchte, Dingen die ich besitzen und mir erarbeiten möchte, Kleidung die ich benötige und andere die ich aussortieren möchte, Wissen dass ich erlangen will und 100 Ideen für meine berufliche Zukunft. Möchte alle Orte der Welt sehen und alle Menschen kennen, um zu VERSTEHEN. Die Frage ist aber WANN und in welchem Ausmaß? Und die weitere Frage ist: Wie privilegiert bin ich eigentlich? Dass ich so viel wollen darf? 


Manchmal denke ich ICH WÄRS und ich hätte das Leben geblickt (so wie Urs in „Die dunkle Seite des Mondes“ aufm Trip-mit der Aussage kann ich relaten), dann wieder merke ich dass ich nur eine von vielen auf einem Fließband bin. Und dass ich Ereignisse und Unterhaltungen und Momente direkt nach dem Erleben vergesse und weiter im Jetzt bin. Im Lebensbuch einfach weiter blättere. Was ja auch gut ist. Aber wofür ist am Ende dieses bunte Bilderbuch? WAS BIN ICH in diesem großen Universum? Es kommt wohl auf die Perspektive an. Ich hoffe, wir können alle unseren Raum finden, in dem wir besonders sein können und unserem inneren Pfad folgen können. 

UFF. Das wurde ja jetzt ganz schön metaphysisch und Melo-philosophisch. 


Was ist grade euer Lieblingslied? Meins das hier: Bohemian Grove 

Fühlt euch geliebt vom Universum. 

Mittwoch, 24. Januar 2018

Facts about me

... Aktivität (in Form von stürmischer Joggerei oder daran denken, wie man abhottet) macht wacher als Passivität (in Form von Käsekuchen-Essen und KiKa-Serien auf Youtube suchten - bockt aber auch manchmal!)

...Geile oben genannte KiKa-Serien, die zum Teil heute wieder entdeckt wurden:
   -Endlich Samstag! (beste Serie ever)
   -Der Sleepover-Club
   -Wie erziehe ich meine Eltern
   -Meine peinlichen Eltern 


...umso mehr ich joggen gehe, desto mehr Schokolade esse ich.. im Moment zumindest grade

...ich bin zurzeit nicht mein cooles Ich, sondern eher ein weichgekochtes Ei (ist nicht soo schlimm,    aber finde Gefühle eigentlich eher inakzeptabel.. #nohardfeelings)

...ich sehe aus wie ein Monchichi - und am Daumen lutsche ich auch heimlich 

...ich schreibe ganze Tagebücher über Leute voll, die quasi noch nicht mal meinen Namen kennen und umschwärme sie nachts in meinen Träumen wie eine Motte das Licht (so viel zum Thema Coolness) 

...yo ich beschäftige mich ganz schön gern mit mir selber manchmal

...denke ich eigentlich lieber über Leute nach als mit ihnen zu kommunizieren? Glaub letzteres bockt eigentlich mehr... 

...SIA ist eine großartige Künstlerin, die mir die gräulichen Januarmorgen versüßt! 




Dienstag, 15. November 2016

i should get a dog or something


Lass die Blätter golden werden und zu Boden fallen, lass sie erfrieren, lass den Schnee sie zudecken und dann Gras darüber wachsen. 



                                   



Kennt ihr schon...?

"Mädchen für alles" - Charlotte Roche
Die grobe Story - eine mittelalte, verheiratete Mutter, die psychisch nicht ganz auf der Höhe ist und deshalb crazy Fantasien mit ihrer neuen Babysitterin entwickelt und schließlich auslebt, um zu verhindern, dass ihr Mann was mit der jungen, attraktiven Marie startet. Aber auch, weil sie selbst ziemlich Bock auf die Alte hat und irgendwelche dunklen Geheimnisse in sich trägt, Traumata in der Vergangenheit erlebt hat, familiäre Probleme hat und hatte, weshalb sie auch ihre Eltern umbringen möchte. Das alles wird aber nur durch uneindeutige Aussagen nebenbei angedeutet, wie auch schon in "Feuchtgebiete". Ganz im Gegensatz zu den ausführlich beschriebenen, abstrusen und für den Leser möglicherweise abstoßenden Gedankengängen von Chrissie, der Protagonistin, bei denen man manchmal am liebsten schreien oder das Buch angewidert in der Biotonne entsorgen möchte, weil es so tabulos ist, vor nichts zurückschreckt. Diese Kombination aus versteckten, angedeuteten Informationen und schriller Rücksichtslosigkeit, nach Aufmerksamkeit schreiender Unperfektheit findet man nicht oft und genau das gefällt mir an dem Buch! Die Frau (Chrissie) hat halt echt nen Schaden und ich habe nicht so die krasse Sympathie für sie entwickelt - trotzdem sehr spannend, wie ihre Persönlichkeit dargestellt wird und wie man nach und nach mehr über sie erfährt und warum sie so sein könnte. Das Ende war etwas überspitzt, aber feier Charlotte Roche einfach dafür, dass sie sich für nichts zu schade ist und über Grenzen geht, die sich andere nicht zu berühren trauen. Einfach mal auf alles scheißen!

"So bin ich nicht (Gretas Storys)" - Anneliese Mackintosh

Dieses Buch besteht aus chronologisch nicht geordneten kurzen Erzählungen aus dem Leben von Greta. Auch bei ihr ist nicht immer alles rund gelaufen und nach und nach erfahren wir von verrückten, verzweifelten, traurigen und menschlichen Dingen, die sie durchlebt und getan hat. Wie sie sich selbst behandelt hat und das alles in völlig verschiedenen Lebensphasen und Situationen. Es ist keine fortlaufende Geschichte, aber trotzdem spannend, weil die einzelnen Abschnitte langsam auch ein Gesamtbild von ihrer Persönlichkeit zeichen, ihr Leben darstellen. Hat mich sehr berührt. Auch die Sprache gefällt mir - unspießig, rotzig, ehrlich. Immer auf den Punkt bringend, ohne Beschönigungen. (das finde ich übrigens auch bei dem anderen Buch - trotzdem haben beide voll ihren eigenen Sprachstil)

Fazit: Stehe auf Bücher mit völlig gestörten Protagonistinnen.


Zurzeit lese ich "Das Jahr des Rehs" von Stephanie Jana und Ursula Kollritsch, so'n richtiges Frauen-in-der-Midlife-Crisis Buch, in dem sich zwei solche Muttis über E-Mail aus ihrem mit 40 doch noch mal völlig verrückten Leben berichten. Hört sich jetzt primitiv an, ist aber wirklich richtig schön und herzerwärmend. Und genau das richtige für vorwinterliche Novemberblues-Tage! (Sollte es mir zu denken geben, dass ich als 21Jährige so ein Buch lese? Naja, wahrscheinlich hab ich grad die Quarterlife-Crisis)




Freitag, 29. Januar 2016

Kindergarten-Stories

Neulich in der KiTa...
Ein vierjähriges Mädchen steht stolz vor dem Spiegel. "Ich bin eine Prinzessin und heiße Klara." Völlig fasziniert betrachtet sie sich und die aus einem einem gelben Tuch gebastelte Krone.
"Und gleich kommt der Prinz und schenkt uns etwas", erzählt sie mir mit echter Überzeugung. "Er kommt auf einem Pferd und schenkt uns ein rotes Auto mit Rädern und ganz viel Spielzeug auf dem Kopf!" Sie scheint nicht an dieser Annahme zu zweifeln, es ist ja auch nur ein Spiel und da kann man sich aussuchen, was passiert.

Früher hab ich immer auf einem ganz kleinen Stück meines Betts, fast schon an die Wand gequetscht, geschlafen. Weil ich das Gefühl hatte, da fehlt noch was. Wollte Platz lassen, für dich. Auch wenn ich neben anderen Leuten nicht schlafen kann. Aber fand es schön, als der Regen gegen die Fenster und auf das Dach geprasselt ist und alles offen war.
Dieses Zimmer, diese Bäume vor meinem Fenstern und die trostlosen Fassaden gegenüber. Hab schon lange keine Vorhänge mehr, obwohl ich in dieser Jahreszeit nur im Dunkeln zu Hause bin und man alles von draußen sehen kann.

hehee tja lieber Hobbitfreund Paul, nun kannst du hier leider auch nur pseudo Depri-Beiträge lesen. Hoffe du spürst dennoch meine sprühende Energie bis ans Ende der Welt! Die Partysaison beginnt! #gutelaune




                                                                  and I got no time
                                                                  that I got to get to
                                                             where I dont need to be

Sonntag, 19. Juli 2015

Golden Times

War in letzter Zeit auf zwei Konzerten, ausgerechnet an den zwei gefühlt heißesten Tagen des Jahres. Y'akoto im Stadtpark war schillernd und bunt und stimmgewaltig, wobei ich fand, dass ihre Art zu tanzen nicht ganz mit ihrer Musik harmonierte. Also sie hat ziemlich einen auf sexyy hexy gemacht (was auch ohne Frage gut ankam) und hatte ziemlich Bock, richtig abzudancen, wie es aussah. Allerdings sind die meisten von ihrem Liedern eher so sanft und entspannt, so dass es irgendwie ziemlich crazy war... Aber das ist nur meine Meinung :) Fand es witzig und ich hab einfach mit ihr getanzt. Und mit meinem Bruder und meiner werten Noelle, die wieder im Dorf verweilt! ♥ Und seit dem mit uns High School Musical Nächte veranstaltet, nachts nackt im Mondlicht schwimmt und mit mir planlos ist, was einerseits schön ist, aber auch irgendwie anstrengend, wenn man sich nieeee entscheiden kann, selbst bei einfachen Fragen wie "joggen oder shoppen gehen?" :D
Freitag war ich dann mit meinem musikverrückten Vater, seinem Freund und dessen Tochter bei
Mumford and Sons in der Waldbühne. Wir fuhren stundenlang auf glühendem Asphalt nach Berlin und das nur, um ein einziges Konzert zu besuchen und dann am nächsten Tag wieder die Rückreise anzutreten - aber das Hecheln in der Hitze hat sich mehr als gelohnt. Es war eins von diesen Konzerten, bei denen man nicht will, dass sie zu Ende gehen, bei denen man sich wünscht, das Leben würde nur aus dieser Musik und nichts anderem bestehen. Die Sonne brannte auf unserer Haut, als würde sie immer bleiben und starrte uns noch einen Moment lang direkt in die Augen, bevor sie schließlich hinter den Baumwipfeln verschwand und dem hellblauen Dunkelblau mit seinen Großstadtsternen den Vortritt ließ. Wow es war einfach ein rundum grandioser Auftritt, und obwohl ich dachte, ich hätte Mumford and Sons überhört, habe ich mal wieder gemerkt: Diese Musik ist einzigartig, sie ist anders als alles sonst und diese Band hat es einfach drauf, die Leute damit glücklich zu machen :))


 

 

 

Donnerstag, 12. Februar 2015

She's a dancer, when she dances she is free

Viel Trubelgejubel im Spieleparadies, gepaart mit melanchonischen Trips in die Einzelgängerszene...
Zur Erklärung: Ich war letzte Woche alleine auf nem Konzert. Dachte, das ware bestimmt mal ganz lustig und außerdem war ich mir ziemlich sicher, dass keiner meiner Freunde auf die Musik stehen würde, welche ich eher der Gattung des Möchtegern-Emo-Gruftie-Folks zuordnen würde. Tjaa, ich hatte die Hoffnung, in einer großen Menschenmenge nicht aufzufallen und mich unter die Leute mischen zu können. Menschenmenge - Fehlanzeige. Außerdem ging ich aus irgendeinem Grund davon aus, dass es ein Sitzkonzert war (zu der Musik kann man eher nicht sooo abgehen) Als ich zehn Minuten vor Konzertbeginn den Saal betrat, tummelten sich nur ca. 50 Leute in diesem. Ich wurde beim Betreten von fast allen angestarrt und fragte mich, ob ich in Anbetracht der wenigen Besucher vielleicht jedem von ihnen die Hand geben und mich vorstellen sollte... Peinlich berührt setzte ich mich in eine Ecke. Der Rest des Abends verlief ähnlich kurios: Die Künstlerin ließ während der 1. Songs ein Video auf Leinwand laufen, in dem sie in einem Kleid, das sie 100%ig in dem Kleiderschrank ihrer Großmutter gefunden hatte, auf felsigen Steilküsten balancierte und sich mit einem scharfen Küchenmesser tief in die Hand schnitt... Ich sagte ja bereits, etwas pseudodramatisch und depri... Eine mittelprächtige Angelegenheit, zumal sie die älteren Lieder, die halbwegs okay sind, nicht mal spielte :(
Fazit: Nicht alleine auf ein Konzert gehen, bevor ihr nicht wisst, ob es gut besucht ist.
Im Geheimen stelle ich mir aber auch manchmal vor, dass ich in einem Musikvideo mitspiele, wenn ich im Dunkeln Fahrrad fahre und der kalte Wind durch meine Haare rauscht. Dann singe ich ganz laut zu "Wrecking Ball", schreie es in die Nacht hinaus und denke, dass es mir in diesem Moment egal wäre, wenn mich jemand hört. Plötzlich sitzt da aber jemand auf ner Bank und ich singe doch lieber ein bisschen leider und fühle mich nicht mehr ganz so cool.
Dazu passende Entdeckung: In Filmen ist die Hauptperson immer alleine irgendwo, denkt an einem einsamen Strand über ihre Probleme nach und wirkt dabei höchst unabhängig und so weiter... Im wahren Leben sieht mich nie jemand :( außer Leuten, die nachts auf Bänken rumsitzen!
Oder die Leute treffen plötzlich und unerwartet die Person, an die sie grade denken uuuund...küssen sich :D ist mir glaub ich auch noch nie passiert....







Sonntag, 21. Dezember 2014

Spießige Hipster

Aufreger der Woche:
Gestern Abend begab ich mich unter erschwerten Bedingungen mit meinem Bruder und meiner ABF Cynthie zu einem Konzert, auf das wir uns alle seit Wochen gefreut hatten. Unsere Erwartungen waren dementsprechend hoch... Wir hatten die großartige Band schon auf dem Festival im Sommer gehört, wo sie allerdings viel zu kurz gespielt hatte. Trotzdem sind wir riesige Fans und können fast jeden Songtext auswendig.
Wir kamen eine halbe Stunde zu spät, aber sie hatten zum Glück noch nicht angefangen zu spielen. Also quetschten wir uns durch die Menge zur Garderobe, die sich direkt unterm Dach befand. Die Luft wurde immer stickiger, je höher man die Treppe hinaufstieg und als wir es endlich geschafft hatten, rannten wir schnell nach unten, um uns doch ein bisschen weiter nach Vorne zu drängeln. Aber- Fehlandzeige. Vor uns befand sich eine undurchdringbare Mauer aus Menschen, genauer gesagt richtig langweiligen, unfreundlichen Menschen. Klar ist es nervig, wenn sich irgendwelche dreisten Kinder mitten im Konzert durch die Menge kämpfen, am Besten noch bis in die erste Reihe. Aber wir wollten doch nur auch ein Teil des Ganzen sein und nicht am Rande stehen, im Abseits. War aber leider nicht möglich, sodass wir fast sofort wieder aufhörten und den Rückzug antraten. Unter genervten Blicken und dummen Sprüchen wie "Na, das war ja ne tolle Aktion!" flohen wir wieder nach oben, unters Dach, in die hinterste Ecke, wo es nicht nur unerträglich warm war, sondern man überhaupt nichts sehen konnte. Trotzdem tanzten uns sangen wir inbrünstig mit. Doch schon bald fiel uns auf, dass wir damit die einzigen waren. Wir befanden uns inmitten (wobei wir ja wie gesagt eher abgegrenzt daneben standen) von spießbürgerlichen, iphonesüchtigen Menschen mit ausdruckslosen Gesichtern, die das ganze Konzert über fast keine Regung zeigten, still da standen und nicht tanzten, noch nicht einmal die erste Reihe!! (das konnte ich sehen, als ich ab und zu hochhüpfte, um zu kontrollieren, ob die ganz vorne wenigstens abgingen :D) Also rasteten wir umso mehr aus, sprangen wie die Wilden herum, nur um kurz darauf böse und empörte Blicke vonseiten der Spießer zu ernten. Ich will ja nicht von außen urteilen über Leute, die ich nicht kenne aaaaber... über ihre Äußeres und ihr Verhalten: Alle waren irgendwie gleich angezogen, hatten keinen Stil oder machten einen auf Standardhipster. So hatte jedes (langweilig aussehende Mädchen) einen Freund mit Vollbart und am besten noch ner intellektuellen Brille. Ab und zu küssten sie sich dann mal totaaal zärtlich (am besten noch bei den ganz romantischen Songs), wenn sie nicht gerade gelangweilt auf das Display ihres Smartohones stierten. Das sind halt so die Leute, die in ner Beziehung irgendwie total langweilig werden und nichts mehr erleben, außer auf Konzerte zu gehen (was ja eigentlich geil ist!! Aber doch nicht, wenn man dann regungslos da rumsteht...da kann man sich auch zu Hause ne CD anhören). Der eine hat seiner Freundin ernsthaft während des Konzertes eine Nackenmassage gegeben, ganz viele sind einfach schon früher abgehauen, vielleicht weil sie gemerkt haben, dass da eigentlich andere Leute (Wir) anstatt ihnen in die erste Reihe gehören. Es war zwar kein Hardrockkonzert oder so, aber bei manchen Songs ging es schon ziemlich ab und am Ende gab der Sänger eine krasse Headbang-Einlage. Vor einem Publikum, das höflich dazu klatschte und dann verschwand, vermutlich um sich nächstes Mal eher Tickets für ein Sitzkonzert zu kaufen. Das hat eine Band wie diese nicht verdient! Machte mich so wütend, dass ich mich das halbe Konzert gar nicht auf die Musik konzentrieren konnte. Außerdem redeten die Menschen während der langsamen, leiseren Lieder durchgehend... Nee ey! Das geht doch nicht!! Wenn die eh nur hingehen, um es auf Instagram zu posten, können sie gleich zu Hause bleiben -.-
Der St.Pauli Weihnachtsmarkt danach versprach aber Besserung. Nach einem ausgiebigen Frustessen entdeckten wir den Dancefloor unter einem riesigen Tannenbaum und hier gingen die Leute um Einiges mehr ab: Zu Evergreens wie "99 Luftballons", aber auch fast aktuellen Partysongs wurde das Tanzbein von jung und alt geschwungen... Wenigstens ein würdiger Abschluss für den Abend! In Zukunft gehen wir lieber wieder auf Festivals, da haben die Leute wenigstens gute Laune...

Sonntag, 2. November 2014

Das ganz normale Leben

 
Ich begegne auf dem Weg nach Hause einer plattgefahrenen Leopardennackschnecke und denke, dass das kein gutes Zeichen sein kann. Daheim lösen sich meine Befürchtungen allerdings in Luft auf. Mein Vater schwingt gleichzeitig das Bügeleisen, schält Kartoffeln für den Kartoffelauflauf (was anderes kann er nicht) und zieht sich die neuste Musik DVD von Eric Clapton rein, für die er mich sofort zu begeistern versucht und zu diesem Zwecke wild im Wohnzimmer herumtanzt.
Später machen wir ne Fahrradtour, vorbei am Silbersee, hinein in die Dunkelheit, die von Geistern aufgesucht wird. Unser Joint wird ebenso wie die Schnecke von einem Auto überrollt und am Bahnhof sowie auf der Party werden tiefgründige Themen diskutiert.
Jaa, gleich ist es wieder Zeit für den "Facetalk" auf Delta-Radio!! Da erzählen Leute von allen möglichen Problemen, ist total interessant, wenn man sonntagabends mal wieder nicht schlafen kann.. Die Schule wurde dezent vernachlässigt, aber naja war ja auch Wochenende!
Wenn ich Liebeskummer hab, hör ich Juli :D
Und früher hab ich mir dann immer vorgestellt, dass mein Leben später mal so warden würde wie das Video zu "Geile Zeit".

Mittwoch, 30. Januar 2013

Am I crazy or am I blind

Jake Bugg...der Sound vergangener Tage. Hört auf jeden Fall mal rein. Er ist ein 18-jähriges Genie! ♥

Donnerstag, 20. September 2012

"Tochter"

Hey Folks!
Ich hab mir grad das neuste Video von einem meiner lieblings YouTuber - livelavalive angesehen. In dem Video geht es um Inspiration, vielmehr darum inspirationslos zu sein. Ich denke jeder kennt das, wenn man das Gefühl hat im Leben nur so herum zu dümpeln, ohne jegliche Muße oder Lust etwas Neues zu machen. Mir ging es in letzter Zeit ähnlich...

Wie Precht sich fragte: Wer bin ich und wenn ja, wieviele?, fühlte ich mich auch. Wozu bin ich denn hier? (Ich hatte übrigens keine Selbstmordgedanken, ich steckte nur in einer kleinen Inspirationskrise, wie ja auch bereits erwähnt...)
Also mir hilft da eigentlich immer Musik und ich dachte mir das könnte ich doch mal mit euch teilen. Meine letzte Entdeckung ist die Sängerin+Band namens "Daughter". Daughter besteht aus Elena Tonra, Igor Haefeli & Remi Aguilella, komt aus North London, England und spielt Folk.
Für jeden dens interessiert hier die neuste Single -Smother-

  Viel Spaß wünsch ich euch! Wie wirst du inspiriert???

Freitag, 27. Juli 2012

TOP 10: Sport Jul. '12

Ist das Wetter nicht wunderbar? Perfekt um abends, wenn die heiße Sonne verschwunden ist, Sport zu machen! Um auch richtig in Schwung zu kommen dachte ich mir weig ich euch meine Sportmusik von diesem Monat ;)

1) Breathe Carolina - Blackout
2) Rudimental - Feel The Love
3) David Guetta - I Can Only Imagine  
4) Example - Wrong In The Head (Nr.11)
5) Scissor Sisters - Only The Horses
6) Skrillex - Bangarang
7) Sander van Doorn - Nothing Inside
8) Matrix & Futurebound - All I Know
9) Sebastian Ingrosso & Alesso - Calling
10) DJ Fresh - The Power