Weißt du noch? Als das Leben noch ein Spiel war? Eine Traumwelt, die man sich bunt anmalen konnte... Ein Spiel, in dem alle Gewinner sind.
Man. Sitze in einem viereckigen Klotz tags und nachts und kann nicht raus. Entweder weil Anwesenheitspflicht uns beherrscht oder weil dunkle Schatten draußen lauern. Früher gab es die nicht, wenn man nicht dran geglaubt hat. Keine Angst haben, das merken die Schatten und dann kriegen sie dich. Jetzt kriegen sie dich trotzdem, obwohl du keine Angst hast, das hat mir keiner vorher gesagt.
Will Farbe gegen Wände schmeißen, will Aufmerksamkeit, aber bitte nicht zu viel, dann werde ich rot. Will die Schatten schlagen, ins Gesicht, sie zu Boden treten wie sie es mit uns machen. Aber meine Faust schlägt ins Leere und da unten im Dreck liegt nur mein Selbstwert und deine Würde und dein 18jähriges Ich .
Will ein Chaos veranstalten, in dem man schwimmen kann, durch dessen Dickicht man sich mit einem Buschmesser kämpfen muss. Durch die Kochlöffel und Zigarettenstummel und leere Flaschen und Kuscheltiere, Klamotten, Mülltüten, Bücher, Hausaufgaben und Fotos und Lippenstifte, Schmuckstücke, Topfpflanzen und nicht abgeschickte Liebesbriefe, durch alte Träume und gesammelte Kastanien und Vogelkäfige und Fensterrahmen will ich mich wühlen, bis die Welt hinter mir verschwindet. Einfach so tun, als gäbe es sie nicht mehr. Ein Gewusel und Wirrwarr, in dem ich mich verlieren kann, das möchte ich gern, einen Hundekorb, in dem ich mich zusammenrollen kann, ein Loch im Boden, das mich umschließt, einen Raum der Wünsche, eine Abstellkammer, die so vollgestopft ist, dass man mich nicht mehr erkennt zwischen all den Sachen. Eine verstaubte Statue, die nur zum Leben erwacht, wenn keiner guckt.
Hier schreibe ich! Und zwar über alles was mich grade interessiert, Begebenheiten aus meinem aufregenden Teenieleben, ganz grosse Gefühle und vieles mehr, denn auch die coolsten Girls haben mal Probleme. Viel Spass beim Lesen, ihr Stalker! Eure Zimtschnecke
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Mittwoch, 20. September 2017
Mittwoch, 18. November 2015
Probleme
Leute, ich komme glaube ich einfach nicht mehr klar. Alle Gedanken sind so gefangen in ihrem Käfig aus Fleisch und Lust, dass ich gar nicht mehr weiss wo eigentlich oben und unten ist. Meine Gedanken verfahren sich täglich gefühlte tausend mal in Liebschaften, die niemals zu stande kommen werden, und Sexeskapaden, die unrealistischer nicht sein könnten. Die Problematik besteht jetzt darin, dass selbst wenn ich dem Ganzen entfliehen kann, wenn auch nur für einen Augenblick, dann finde ich mich in einer Welt wieder, der es nicht anders geht. Wie kann es denn sein, dass alles sich zu reduzieren scheint auf körperliche Befriedigungen?
Dann kommt mir allerdings auch der Gedanke, vielleicht sehe ich das alles falsch und eigentlich besinnen sich die Menschen endlich auf das Wesentliche - auf die Verbindungen zwischen uns selbst. Nichts ist wichtiger als Zwischenmenschlichkeit. Kann es nicht sein, dass mein eingesperrtes Gehirn das alles falsch deutet und viel zu sehr auf seine eigenen primitiven Gedanken bezieht? Ich fühle mich einfach so umgeben von dem Einen und alles wollen nur das Eine. Irgendwie ekelt mich das einfach so an. Gibt es nicht wichtigere Dinge im Leben? Nichts als Primaten hier! So kulturell zurückgeblieben und völlig uninformiert über die Welt.
Das einen Problem bleibt aber auch wenn ich die Aussenwelt ausblende. Ich selbst. Den gaaanzen Tag nur Gedanken an: Typen, die Lichtjahre entfernt sind. Zeiten, die in hunderten Tagen noch nicht sein werden. Gedanken von anderen über meine Gedanken. Und das ist doch der springende Punkt oder nicht? Wenn man immer alles in Gedanken lebt und an Gedanken fest macht, dann fehlt einfach das Ausgesprochene. Wir definieren uns doch über unsere Sprache. Das ist das Mittel, welches wir Menschen zur Kommunikation gebildet haben. Wir sollten es nutzen. Aber auch hier wieder - man kann sich ja auch "unterhalten", obwohl man auf unterschiedlichen Kontinenten steckt. Mir fehlt da dann aber das von Angesicht zu Angesicht. Ich sag euch, wenn man erstmal in nahezu vollständiger Isolation gelebt hat, dann merkt man, wie wichtig der echte Austasuch mit Meschen eigentlich ist. So mit Wörtern. Um seinen Gedanken mal Raum zu machen. Und Lippen aufeinander zu legen.
Dann kommt mir allerdings auch der Gedanke, vielleicht sehe ich das alles falsch und eigentlich besinnen sich die Menschen endlich auf das Wesentliche - auf die Verbindungen zwischen uns selbst. Nichts ist wichtiger als Zwischenmenschlichkeit. Kann es nicht sein, dass mein eingesperrtes Gehirn das alles falsch deutet und viel zu sehr auf seine eigenen primitiven Gedanken bezieht? Ich fühle mich einfach so umgeben von dem Einen und alles wollen nur das Eine. Irgendwie ekelt mich das einfach so an. Gibt es nicht wichtigere Dinge im Leben? Nichts als Primaten hier! So kulturell zurückgeblieben und völlig uninformiert über die Welt.
Das einen Problem bleibt aber auch wenn ich die Aussenwelt ausblende. Ich selbst. Den gaaanzen Tag nur Gedanken an: Typen, die Lichtjahre entfernt sind. Zeiten, die in hunderten Tagen noch nicht sein werden. Gedanken von anderen über meine Gedanken. Und das ist doch der springende Punkt oder nicht? Wenn man immer alles in Gedanken lebt und an Gedanken fest macht, dann fehlt einfach das Ausgesprochene. Wir definieren uns doch über unsere Sprache. Das ist das Mittel, welches wir Menschen zur Kommunikation gebildet haben. Wir sollten es nutzen. Aber auch hier wieder - man kann sich ja auch "unterhalten", obwohl man auf unterschiedlichen Kontinenten steckt. Mir fehlt da dann aber das von Angesicht zu Angesicht. Ich sag euch, wenn man erstmal in nahezu vollständiger Isolation gelebt hat, dann merkt man, wie wichtig der echte Austasuch mit Meschen eigentlich ist. So mit Wörtern. Um seinen Gedanken mal Raum zu machen. Und Lippen aufeinander zu legen.
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