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Montag, 27. Juni 2022

Vielen Dank für Ihr Vertrauen

Ein Sammelsurium an Gedanken an einem regenschweren Tag, wir laufen niedergetropft zwischen den Speichern, die eine laut ihr Kopfinneres herausschreiend und die andere unerkannt schweigsam. 

Geborgenheit, gesehen werden, einen Ablageort für meine tiefseufzenden Gedanken, einen Leuchtturm für meine nächtlichen Irrfahren. Hoffnung und echte Gemeinschaft 

Aber das Leben ist ja schließlich wirklich kein Ponyhof, es sei denn ich mache meines wieder zu einem. 

Am liebsten wir alle zusammen 



Warum wühle ich forever in vergangenen Zeiten? Unsere Geschichte bestimmt unsere Identität, aber vielleicht tun das ja auch unsere Visionen? Visionär. 

Und ich sitze hier, knüpfe noch Verbindungen zu längst gegangenen Menschen. Will sie festhalten, haben sie doch mit mir meine Geschichte geschrieben. Zeiten und die damit verbundenen Gefühle wieder aufleben lassen, das klingt wie nochmal was von vor 3 Tagen aufwärmen in der Mikrowelle. Einfach nicht mehr so wie's mal war. 

My goodness, ich bin doch nun wirklich noch keine resignierte Ü60 Jährige, umso unangenehmer also ist mir das Ausformulieren derart sentimentaler Gedanken. 

Aufeinander zugehen. Zu sich selbst gehen und stehen 


Montag, 12. Dezember 2016

reasons why?

say more talk less
walk alone

lose your friends
kick the floor to the rhythm

cause floors don't have feelings
and no one believed it
if you told them the reasons
why
people who touch you
you cannot touch
nothing you do is ever enough
to forget the stupidness sadness and madness

that follows you sometimes
that you wear like a fair dress 
why 
you are always dancing alone
and not finding your soul
in the night of pure black

why tales that've been told
will never be back
 

touch everything and make it gold
become a new person 
and try to grow old





Dienstag, 15. November 2016

i should get a dog or something


Lass die Blätter golden werden und zu Boden fallen, lass sie erfrieren, lass den Schnee sie zudecken und dann Gras darüber wachsen. 



                                   



Kennt ihr schon...?

"Mädchen für alles" - Charlotte Roche
Die grobe Story - eine mittelalte, verheiratete Mutter, die psychisch nicht ganz auf der Höhe ist und deshalb crazy Fantasien mit ihrer neuen Babysitterin entwickelt und schließlich auslebt, um zu verhindern, dass ihr Mann was mit der jungen, attraktiven Marie startet. Aber auch, weil sie selbst ziemlich Bock auf die Alte hat und irgendwelche dunklen Geheimnisse in sich trägt, Traumata in der Vergangenheit erlebt hat, familiäre Probleme hat und hatte, weshalb sie auch ihre Eltern umbringen möchte. Das alles wird aber nur durch uneindeutige Aussagen nebenbei angedeutet, wie auch schon in "Feuchtgebiete". Ganz im Gegensatz zu den ausführlich beschriebenen, abstrusen und für den Leser möglicherweise abstoßenden Gedankengängen von Chrissie, der Protagonistin, bei denen man manchmal am liebsten schreien oder das Buch angewidert in der Biotonne entsorgen möchte, weil es so tabulos ist, vor nichts zurückschreckt. Diese Kombination aus versteckten, angedeuteten Informationen und schriller Rücksichtslosigkeit, nach Aufmerksamkeit schreiender Unperfektheit findet man nicht oft und genau das gefällt mir an dem Buch! Die Frau (Chrissie) hat halt echt nen Schaden und ich habe nicht so die krasse Sympathie für sie entwickelt - trotzdem sehr spannend, wie ihre Persönlichkeit dargestellt wird und wie man nach und nach mehr über sie erfährt und warum sie so sein könnte. Das Ende war etwas überspitzt, aber feier Charlotte Roche einfach dafür, dass sie sich für nichts zu schade ist und über Grenzen geht, die sich andere nicht zu berühren trauen. Einfach mal auf alles scheißen!

"So bin ich nicht (Gretas Storys)" - Anneliese Mackintosh

Dieses Buch besteht aus chronologisch nicht geordneten kurzen Erzählungen aus dem Leben von Greta. Auch bei ihr ist nicht immer alles rund gelaufen und nach und nach erfahren wir von verrückten, verzweifelten, traurigen und menschlichen Dingen, die sie durchlebt und getan hat. Wie sie sich selbst behandelt hat und das alles in völlig verschiedenen Lebensphasen und Situationen. Es ist keine fortlaufende Geschichte, aber trotzdem spannend, weil die einzelnen Abschnitte langsam auch ein Gesamtbild von ihrer Persönlichkeit zeichen, ihr Leben darstellen. Hat mich sehr berührt. Auch die Sprache gefällt mir - unspießig, rotzig, ehrlich. Immer auf den Punkt bringend, ohne Beschönigungen. (das finde ich übrigens auch bei dem anderen Buch - trotzdem haben beide voll ihren eigenen Sprachstil)

Fazit: Stehe auf Bücher mit völlig gestörten Protagonistinnen.


Zurzeit lese ich "Das Jahr des Rehs" von Stephanie Jana und Ursula Kollritsch, so'n richtiges Frauen-in-der-Midlife-Crisis Buch, in dem sich zwei solche Muttis über E-Mail aus ihrem mit 40 doch noch mal völlig verrückten Leben berichten. Hört sich jetzt primitiv an, ist aber wirklich richtig schön und herzerwärmend. Und genau das richtige für vorwinterliche Novemberblues-Tage! (Sollte es mir zu denken geben, dass ich als 21Jährige so ein Buch lese? Naja, wahrscheinlich hab ich grad die Quarterlife-Crisis)




Sonntag, 31. Juli 2016

ALLES

Unsere Welt ist kleinkariert, setzt sich zusammen aus kleinen Kästchen und Quadraten wie die Bilder bei Instagram, unsere Fenster und die Gitter davor. Der Fernseher, vor dem wir abends verroten, der unsere Realität zu etwas macht, das viel fremdbestimmter ist, als sie es sein sollte. Warum kann sie nicht bunter sein, freier, so wie wir sie uns malen? Wir müssen nicht immer nur träumen, aber warum soll die Realität, unsere Realität, bestimmt sein von Angst und Hass? Pausenlose Informationsflut überschwemmt uns, gibt uns das Gefühl, nichts wäre je genug. Du musst immer alles wissen, zu allem eine Meinung haben, immer auf Draht sein und vor allem: Auf der Hut sein. Nichts verpassen. Obwohl das alles gar nicht geht, zumindest nicht gleichzeitig und vielleicht wollen wir all das in Wahrheit auch gar nicht. Diese fucking Überforderung führt zu nichts als Unsicherheit und Angst, dem Gefühl, niemals genug zu haben und zu sein und am Ende bleiben wir stecken in unseren quadratischen Sofakissen, zurückgedrängt vom Flachbildfernseher. Unser Weltbild, unser Denken wird genau so flach wie er.
Überall grade Linien, vorgezeichnete Wege, ein Netz aus Optimierung, aus gleichgroßen Quadraten und Rechtecken, die keine krummen Linien haben dürfen. Daraus sollten wir ausbrechen, unsere Welt wieder runder werden lassen, so wie sie eigentlich ist, selbst wieder runder werden und uns erlauben, nicht perfekt zu sein, nicht ALLES zu können, wie es schon existiert. Aber wir können ALLES genau so tun, wie wir selbst sind, auf unseren eigenen Wegen und durch den Mut, nicht so zu sein, wie wir es denken, zu müssen. Und wir können uns gegenseitig zuhören und versuchen, zu verstehen und ausbrechen aus allem, was wir bisher dachten, uns weiterentwickeln, offen sein, die Welt ganz neu betrachen in all ihrer Schönheit, unsere Blicke von den Smartphones aufrichten in den Himmel. Auch wenn da Wolken sind. Wir müssen lernen, wie sie zu fliegen und unsere Form zu verändern.
Es sind Ferien und ich sehe keine Kinder auf der Straße, außer beim Pokemons jagen; ich treffe keinen meiner Freunde zufällig mal draußen, was mich traurig macht, denn zuhause ist es doch langweilig!? Lasst uns rausgehen und keine Sekunde mehr drinnen verbringen, denn was soll da schon passieren? Ich will nicht in einem Haus sein, es ist sicher, aber langweilig
ICH WILL EUCH SEHEN UND DIE WELT DA DRAUßEN 

weil ich beides liebe ♥




#fitgurlz#healthtrip mit Joggerfreundin Blo(w) <3

                                          tasty green smoothie



                                   hotter Beacher in Bananenhaltung (Farbe stimmt auch) ;) 

Mittwoch, 20. März 2013

Labyrinth

Kein unten, kein oben, keine Sonne, kein Wind
Alle Wege verwoben, ich stolpere blind...
        -Wir sind Helden

Stolpere blind durchs Leben und falle über die Extremstellen, bekomme die Wendepunkte gar nicht mit, weil die Worte in meine Ohren schwebten und dann wieder hinausgeflogen sind. Bin die ganze Zeit woanders, als ich es sein sollte träume mir die Welt zusammen, wie ich sie haben will und verschwinde langsam im Nebel. Ich denke, was ich im Moment tun sollte, ist Folgendes: Ich sollte abgrundtief enttäuscht von mir selbst sein, weil ich die Mathearbeit verkackt habe und mir alles egal ist. Kann ich aber irgendwie nicht. Die nächste Klausur kommt bestimmt, es geht einfach immer weiter. Wenn man zu viel darüber nachdenkt, was man tun soll, dreht sich alles. Außerdem tun sowieso alle automatisch, was sie tun sollen. Wenn man macht, was man will, ist alles viel leichter. Auch wenn man dann vielleicht nicht das enthaltsame Leben eines Buddhas führt. Wenn man auf alles verzichtet, was Spaß macht, hat das Leben keinen Sinn mehr. Oder?
Ich möchte schlafen, damit ich immer weiter träumen kann.
Denn im Traum kann ich fliegen.

 

Montag, 24. September 2012

Es war einmal...

Am Wochenende bin ich einmal quer durch Deutschland gefahren, um nach langer Zeit endlich mal wieder meine Freundin Jolanda (Name von der Redaktion geändert) zu sehen. Ich fand mich in einem verzauberten Märchenwald am Rhein wieder, irgendwo im nirgendwo. Es war wunderschön und ein tolles Gefühl, einfach mal ganz alleine unterwegs zu sein!
Märchenhaft ist auch das Buch, was ich euch heute vorstellen möchte: "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis hat mich total in seinen Bann gezogen, ich konnte es gar nicht mehr weglegen.
Und darum geht's in dem Buch:

Es ist tiefster Winter und Anna steckt mitten in den Abivorbereitungen, als sie sich mit dem polnischen Kurzwarenhändler Abel anfreundet, den alle anderen meiden. Anna, die in einer perfekten Familie aufgewachsen ist, lernt nach und nach das Leben von Abel und seiner kleinen Schwester Micha in einer trostlosen Plattenbausiedlung kennen und verbringt immer mehr Zeit mit den beiden. Abel erzählt Anna und seiner kleinen Schwester ein Märchen, in dem die kleine Königin auf dem Weg zum Festland von einem schwarzen Schiff verfolgt wird. Das Buch ist also zum Teil als Märchen geschrieben, was ich sehr schön finde. Aber das Märchen wird zur Realität und das ist dann gar nicht mehr schön... Denn hinter der kleinen Königin verbirgt sich Micha und auf dem schwarzen Schiff befinden sich unter anderem ihr krimineller Vater und das Sozialamt. Als mehrere Leute aus Abels Umfeld auf brutale Art ums Leben kommen, gerät er in Verdacht und Anna weiß nicht mehr, wem sie glauben soll.
Die Geschichte ist sehr spannend, schon fast verstörend und hat mich sehr berührt. Ich empfehle es jedem, der auf Psychothriller mit poetischem Touch steht. Also es ist nicht so richtig blutig, aber dafür geheimnisvoll und einfach...anders! Und es ist eine Liebesgeschichte ohne Happy End.
Falls ihr es auch schon gelesen habt, schreib in die Kommentare wie ihr's fandet. Würde mich freuen! Bis dann, eure Märchenprinzessin :*