Hallo Schätze
Vor ein paar Jahren, so drei oder vier vielleicht, schwamm ich frühmorgens im See und hielt der sich kräuselnden Oberfläche einen Vortrag über Winnetou, um für den Deutschunterricht zu üben. Ich radelte nachts um drei ins Freibad, um Drohbriefe im Sand zu vergraben oder waren es verzweifelte Liebesbriefe mit Verwünschungen, getarnt als Flaschenpost? Ich war voller innovativer Ideen, die keiner verstand, dauernd auf der Suche nach Abenteuer, tanzte auf den angesagtesten Partyfloors und rauchte Shisha in Reihenhäusern an der Seite von Nelly Furtado und anderen Schönheiten, nutella-essend und Zaubermelodien-flötend wirbelte ich durch Nacht und Tag. Ich verstand die Welt an Straßenecken, ich kannte die Welt genau und die Leute um mich rum, denn das was wir sagten, war alles was zählte und wichtig war und wahr war. Zum Glück! Manchmal saß ich aber auch keksessend in meinem Zimmer, verschwand in den endlosen Weiten des Internets und meiner eigenen Tagebücher und streunte rotäugig und schlafvermissend wie ein Zombie durch den Teenie-Alltag. Alleinsamkeit suchte mich heim und ich war nicht anders genug, um herauszustechen, aber auch nicht gleich genug, um mitzumachen. Also machte ich immer irgendwas, was ungefähr so dazwischen lag oder auch in eine ganz extreme, nicht zu mir passende Richtung. War auf jeden Fall meistens lustig!
Worauf will ich hinaus? Frage ich mich genau so wie du dich grad.
Inzwischen hat sich nicht sehr viel geändert und doch alles: Als weise Catlady sitze ich hier in meinem Schaukelstuhl, stricke die eine oder andere Lügengeschichte und dröhne mich u.a. mit Essen, Youtube-Videos, Instagram-Storys, gedankenlosem Schlafen und Nicht-Lernen sowie zerstreuten Plänen zu wie andere Leute mit Koks, Nutten und Techno-Mukke jedes Wochenende. Wie auch schon in früheren Zeiten. Und ich höre meine eigenen Gedanken gar nicht richtig, erinnere meine nächtlichen Träume nur bruchstückhaft, weiß nicht ganz genau, wohin es mich eigentlich zieht, spüre nicht warum mein Körper ein bisschen klemmt wie meine Schranktür. Warum fließen seine Bewegungen nicht wie der Lauf eines Flusses dahin, warum gebe ich mich der Bürositzerei, der Selbstdenkerei-unterdrückenden Pumuckl-Frau hin, warum krieg ich es grad nicht hin, mir selbst im Klaren zu sein? Klar über die Verteilung meiner Zeit, klar über die Bedürfnisse meines Ichs.
Individualistische, egoistische Gesellschaft in mir. Ganz viele kleine Männchen, die alle ihr ganz eigenes Ding machen wollen. Das machen, NUR das was sie selbst wollen. Kleine Männchen um mich herum.
Vielleicht träume ich von Panthern im Dschungel
Hier schreibe ich! Und zwar über alles was mich grade interessiert, Begebenheiten aus meinem aufregenden Teenieleben, ganz grosse Gefühle und vieles mehr, denn auch die coolsten Girls haben mal Probleme. Viel Spass beim Lesen, ihr Stalker! Eure Zimtschnecke
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Dienstag, 12. Juni 2018
Mittwoch, 29. März 2017
Dorfidylle
Moinseen allerseits.
Fahre so des Morgens mit dem Fahrrad durchs Dorf. In der Buchhandlung wird ausführlich darüber diskutiert, ob man das Buch so einpacken sollte, dass man beim Auspacken zuerst das Cover sieht oder die Rückseite. Da ich der einzige Kunde bin, hat man Zeit für derartige Luxusfragen.
Als ich die Hauptstraße überqueren will, zur Post und zum Kaufmannsladen (ok Spaß es ist ein Edeka aber war es bestimmt früher), muss ich warten, weil grad Mittagspausenverkehr ist oder sonst was...
Von hinten kommt ein Mann angesprintet und ruft "Jetzt oder nie" und rennt in einer mittelgroßen Autolücke über die Straße. Ich natürlich hinterher, fand ihn herrlich!
Sehe Leute, die man dauernd trifft aber nicht kennt und trotzdem grüßt, alle kennen sich aber irgendwie auch nicht. Abends rolle ich mit dem Skateboard in die Felder, Sonnenuntergang gucken und ich denke mir an diesen ersten Frühlingstagen, wie wunderbar es doch hier bei uns ist! In unserer gemütlichen Ecke, so viele liebe Leute so nah beieinander. Trotzdem Bock auf die City, man kann dann ja vielleicht mal jeden Tag nen Baum an der Bushaltestelle umarmen.
hehe
#sentimental#wie#ne#omi#läuft
Fahre so des Morgens mit dem Fahrrad durchs Dorf. In der Buchhandlung wird ausführlich darüber diskutiert, ob man das Buch so einpacken sollte, dass man beim Auspacken zuerst das Cover sieht oder die Rückseite. Da ich der einzige Kunde bin, hat man Zeit für derartige Luxusfragen.
Als ich die Hauptstraße überqueren will, zur Post und zum Kaufmannsladen (ok Spaß es ist ein Edeka aber war es bestimmt früher), muss ich warten, weil grad Mittagspausenverkehr ist oder sonst was...
Von hinten kommt ein Mann angesprintet und ruft "Jetzt oder nie" und rennt in einer mittelgroßen Autolücke über die Straße. Ich natürlich hinterher, fand ihn herrlich!
Sehe Leute, die man dauernd trifft aber nicht kennt und trotzdem grüßt, alle kennen sich aber irgendwie auch nicht. Abends rolle ich mit dem Skateboard in die Felder, Sonnenuntergang gucken und ich denke mir an diesen ersten Frühlingstagen, wie wunderbar es doch hier bei uns ist! In unserer gemütlichen Ecke, so viele liebe Leute so nah beieinander. Trotzdem Bock auf die City, man kann dann ja vielleicht mal jeden Tag nen Baum an der Bushaltestelle umarmen.
hehe
#sentimental#wie#ne#omi#läuft
Dienstag, 13. November 2012
Kohlenhydrate!!!
Wir sind alle wie Butter auf Toast.
Ist das Toast kalt und wir auch,
so liegen wir nur emotionslos aufeinander
Ist das Toast noch heiß,
so lässt es und schmelzen und nimmt uns mit all unserem Cholesterin auf
Sind Toast und Butter warm,
so bildet sich eine harmonische Einheit, die sich ergänzt und mit ihrer Perfektion begeistert.
Aber nicht vergessen!
Wie eine Freundin immer zu sagen pflegte: Je weißer das Brot, desto eher bist du tot.
Ist das Toast kalt und wir auch,
so liegen wir nur emotionslos aufeinander
Ist das Toast noch heiß,
so lässt es und schmelzen und nimmt uns mit all unserem Cholesterin auf
Sind Toast und Butter warm,
so bildet sich eine harmonische Einheit, die sich ergänzt und mit ihrer Perfektion begeistert.
Aber nicht vergessen!
Wie eine Freundin immer zu sagen pflegte: Je weißer das Brot, desto eher bist du tot.
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