Posts mit dem Label ozeane zwischen uns werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label ozeane zwischen uns werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 13. Dezember 2022

Wenn ich mein' Schatz nicht rufen darf

 Seniorenlied passend zur Stimmung (Referenz: Damals im Altenheim mit Toni und Klaus geschmettert und es kam mir jüngst wieder in den Sinn, irgendwie berührt mich das Lied und die Erinnerung an Toni, die im Altenheim fern ihrer Heimat immer gute Laute an den Tag legte.) 

Ein schwarzes Geschwür verdunkelt den Himmel. Erst ist es nur eine einzelne Zweifel-Krähe, dann folgen immer mehr, bis ich den Himmel vor lauter schwarz nicht mehr sehe. Sie verschwimmen ineinander, bilden eine Front, sausen herab und hacken nach mir, tun sich zu einer Verschwörungseinheit zusammen. Ich will alle Hoffnung von mir werfen, ihnen geben was sie wollen, hier habt ihr ein paar Körner Hoffnung, da ein paar Samen, aus denen mein Glaube an das Gute keimen könnte. Doch ich widerstehe dem Impuls und lasse den Krähenschwarm vorüberziehen, kämpfe mit mir, es zieht mich in den Schwarm, gleich heben sie mich in die Lüfte zu sich und bringen mich an diesen schrecklichen Ort in meinem Kopf. Ein karger Felsvorsprung ohne Möglichkeit zu entkommen oder Schutz zu suchen, kalt und grau und trostlos. Endloser Streit und allein sein mit sich, vergessen sein, unverstanden und unzugehörig sein. Das nächste, was mich ergreift ist meine eigene Verzweiflung beim Gedanken an diesen Ort. Krähen greifen doch keine Menschen an. Es ist nur die Dunkelheit die mir Angst macht und mir mein sicheres, leichtes Gefühl raubt. Da taucht eine weiße Möwe auf, mit weiten Schwingen und leuchtend hell fliegt sie anmutig und mühelos, lässt das Dunkel verblassen. So wie sie möchte ich sein, mutig und frei. 

Also gucke ich 'Drei Haselnüsse für Aschenbrödel', in dem auch weiße Tauben vorkommen und sich das Aschenbrödel niemals entmutigen lässt und dabei auch noch witzig, selbstbewusst, mysteriös, cool und schön ist. Auf eine Art finde ich den Film bzw. ihre Rolle also durchaus emanzipiert, naja zumindest für die Zeit. Apropos Zeit: Außerdem lese ich 'Das achte Leben (Für Brilka)' von Nino Haratischwili und lerne etwas über den ersten und zweiten Weltkrieg, was deutlich spannender ist als damals im Geschichtsunterricht. Und ich gieße Kerzen mit meiner Jubiläumsfreundin und klimpere auf Tasten, wandele durch die glitzernde Stadt und backe Kuchen für Besuch, telefoniere mit Noelle und Jo, trinke Bier von Susi während wir einen 2 stündigen Film in 5 Stunden gucken, aber dann nachts bin ich doch manchmal allein mit den Krähen. 

Sonntag, 5. November 2017

Hirn-Nebel

Meine Tage sind zerstückelt, in mikroskopisch kleine Teile zerlegt,
die Nächte vernebelt, sie tragen mich träge nach Hause, sanft und nicht weiter spektakulär
Denn was ist schon neu? Nichts schockt, nichts überrascht, nichts freut, nichts bringt mich zum Lachen, nichts zum Weinen
Alles schon gesehen, alles nach 3 Sekunden langweilig
Rede mit guten Freunden wie ein Roboter
Lichtjahre entfernt sind die Zeiten, in denen wir uns nahe waren

näher als jetzt
bin weit weg von euch und von mir selbst
ein Astronaut schwerelos in der Zeit
schwerelos in meinen eigenen Gedanken 

ohne Halt, ohne Ziel

Kann ein Lied noch wunderschöner sein?
Zugvögel und Geister und Schmetterlinge schwirren durch meinen Kopf
immer abwechselnd

Freitag, 7. Oktober 2016

Zeitumkehrer

crazy deprimierender shit von vor nem Jahr (wühle in alten Tagebüchern rum, weil's draußen düster ist und kalt und ich nicht schlafen kann):

Komme nirgends an, fühle mich so leer, unfähig, unnütz, lebe ohne die Welt besser zu machen, nehme ohne zu geben. Alles Tote, die nichts fühlen, wir schauen durch die Körper der anderen als wären es Glasscheiben. Jeder auf dem Weg an Orte, die uns festhalten ohne Grund. Bin an diesem Ort und weiß nicht, warum, habe Angst, dass es falsch ist und ich blind in eine Sackgasse laufe, dass ich allein sein werde oder in Gesellschaft, die ich wie Luft behandle, dass ich diese Verbindungen zu sehr festhalte oder sie aus Zerissenheit verschwinden lasse, mich aufschwinge in die Herbstluft und immer höher steige und irgendwann kein Land mehr sehe.
Traue mich nicht, Worte zu sprechen, die mehr als nur Unterhaltung sind, dabei sollten wir uns so viel mehr trauen. Und es macht so traurig, unbedeutend herumzuexistieren oder habe ich mal wieder zu hohe Ansprüche an den allgemeinen Intellekt? Habe so Angst vor dem Schweigen, davor, dass die Dinge vorbei gehen und nichts Neues kommt, davor dass nichts echt ist, weil alle sich nur Mühe geben, sich selbst cool zu geben, dafür zu sorgen, dass das Leben perfekt aussieht. Keiner hat mehr Gefühle, wir rasen gedankenlos über sterile Asphaltbahnen, alles schwebt und nichts ist sicher, nichts zum Festhalten, im einen Moment hälst du mich fest, wenn ich schlaflos dem Regen lausche und mein Kopf zu leer für Träume ist und im nächsten Moment sind wir beide woanders, about 2000 miles from here.
Gibt manchmal nichts zu sagen, ich stufe mich runter, obwohl ich fliegen kann, wenn ich vom 3er springe. Stelle mir vor, wie du andere geliebt hast und sie dich und baue eine Eisblumenhecke um mich, weil ich nicht zu viel offenbaren und dann ohne alles da stehen will. Oder habe ich mich längst dazu entschieden, verloren zu sein und ruhelos alles liegen zu lassen, um von dir geliebt zu werden, ohne je zu wissen, ob du nur spielst, ob du mich nur aushälst, weil du mich haben kannst oder es ernst meinst. Dieses verloren Sein lässt mich nackt in türkisblaue Kälte tauchen, allein in der Küche rauchen, Weingumme essen wenn ich weinen will, ich lasse dich entscheiden was passiert, obwohl ich ein eigener Mensch bin, ich tu nichts obwohl ich so viel tun könnte, ich will mehr, ich will meinen Körper zerstören mit Substanzen, die dafür mein Bewusstsein erweitern, weil unser Bewusstsein nicht reicht für alles, was möglich wäre. Einfach machen und nicht drüber nachdenken wir man sich hinterher fühlen könnte, Ohne Sinn. Habe Angst, dass uns langweilig wird, dass wir langweilig sind, dass ich aufhöre zu existieren für dich. 


fucking most dramatic song of all times in my opinion. 
and I fucking wonder where you are. so much


Freitag, 17. Juni 2016

la vida loca

Another night at the bus terminal... befinde mich seit einer Woche auf spontaner Reise nach woandershin und habe in Barcelona erst nach einem Tag gemerkt, dass die da Katalanisch sprechen und mich gewundert, wieso alle mich komisch angucken und ich niemanden verstehe. Habe die nächsten drei Tage mit niemandem geredet, obgleich ich mich nun in bekannter Sprachumgebung befinde. Erst gestern ging dann die Party und hab mich mit echt vielen Leuten unterhalten, wirklich niedlichen Leuten die mir Bananen und Zigaretten geschenkt haben und mir Gregs Tagebuch abgekauft haben und mich zum schlafen in der Ecke eingeladen haben. Dauerte allerdings keine 2 minuten bis ein Polizist uns da weggejagt hat. Mussten also auf unbequemen Stühlen in der Bahnhofshalle pennen. Bin auf der Suche nach wilden Leuten und hab gehört, hier gibt es welche hrhrrr

Donnerstag, 18. Februar 2016

Quarterlife crisis

Eyy bitchez. Bin echt sauer auf euch, bzw fühle mich selbst uncool und gelangweilt, hier in H-Town zu gammeln, während ihr in der Weltgeschichte rumjettet. Najaa jeder ist für sich selbst verantwortlich i Know und zu Hause ist es ja bekanntlich immer am schönsten.. Und sobald mich die grieselkrätze nicht mehr plagt, werde ich mich zu neuen Ufern aufschwingen! 
Dennoch. Es gibt sie, diese Momente der völligen Ohnmacht. Du steckst mitten in einem Umzug, musst alle Habseligkeiten möglichst elegant aus Kartons in dein Zimmer verfrachten, bist grad dabei, dir neue Jobs, nen neuen Typen und neuen Lifestyle zu organisieren (okay manche Sachen sind hier bekanntlich gelogen) und DANN wirst du von gemeinen Viren oder gar einer Grieselkrätze heimgesucht. Liegst nur noch jammernd im Bett, die Medikamente vernebeln dir das Hirn und der Bademantel ist das Outfit der Woche. Es schneit draußen, doch du chillst mit deiner Katze auf dem Sofa und heulst zu Liebesfilmen ab und das nicht, weil Valentinstag ist, sondern Selbstmitleid manchmal einfach Spaß macht. Mein Bro hat eine Netflix-and chill Beziehung mit jemandem,  der auch noch ben&jerrys eis zu den Dates mitbringt. Währenddessen klaue ich die Frustpralinen meiner Mum und lese mir meine eigenen Blogeinträge durch. Bin halt zum Glück WIRKLICH witzig (oder war es zumindest manchmal... Bevor ich so ein hartzer wurde). Wird es jemals wieder so spaßig werden wie es mal war, meine süßen? Vielleicht nicht. Aber wir (ich.. Ich scheine die einzige sein die grad alles problematisch findet) werden lernen, damit zu leben. :D 
Tja der Winter ist hart. Finde ich WIRKLICH! 
Love und Peace und Pizza <3

Mittwoch, 18. November 2015

fancy shit

Hey giirlz
Heute habe ich feuchte Knutscher von den süßen Babys bekommen und mal wieder bemerkt, wie herzallerliebst sie sind!! Seilbahn fahren ist eine gute Beschäftigung gegen Kälte und Langeweile. Und Heulerei... "Wo ist meine Mama?" Eltern, die ihre Kinder im Wald aussetzen wie Hänsel und Gretel, kleine Jungs die um jeden Preis meine Möpsee streicheln wollen, alles relativ amüsant.
Mein Muskelkater ist weg, ich bin ne arrogante Bitch, was mich aber nicht sonderlich stört.
Der Boy, der meine Lieblingslieder spielen kann, überraschte mich mit Waschmaschinen-Zungenküssen und seinen Tanzkünsten... Außerdem steckte er mir alle 2 Minuten ne Ziese in den Schlund, eigentlich eher unsexy, denn ich rauche nur Shit und ziehe mir keinen Teer in die Lunge rein..nur manchmal. Leider hat die ganze Aktion nichts gebracht, da niemand da war, den ich eifersüchtig machen konnte. Habe heute heimlich Schluss gemacht und deine Bilder von den Wänden genommen. Auch die Postkarte, die du mir geschickt hast. Obwohl sie lustig war...
Und obwohl ich dich mehr liebe als gut für mich ist. Aber was ist schon Liebe? Pure Einbildung.
Eben ist der Limonen-Kaktus-Joghurt meines Mitbewohners mit einem lauten PLOP explodiert und der Deckel flog einmal quer durch die Küche. Weil der schon völlig eklig und angegoren war hmm leckeer ;)
Diggah wie geil wär es, wenn jetzt Sommer wäre?
Will die big citys crashen, nach London New York Paris Kopenhagen, will an nie besuchten Häfen anlegen und die vergessenen Baumhäuser bewohnen, will zwischendurch zugegeben ganz schön viel und sobald ich es ausspreche, verfliegen meine Träume oder werden ganz klein. Aber ich weiß, dass ich zu allem fähig bin!! Zb. einen Schokokuchen innerhalb von 3 Tagen aufessen, jede Nacht auf den Strich gehen ohne ne Nutte zu sein, Salzstangen rauchen, alleine in Clubs gehen und danach nach Hause, immer den Strich entlang. 

Fick dich du Idiot <3 



Probleme

Leute, ich komme glaube ich einfach nicht mehr klar. Alle Gedanken sind so gefangen in ihrem Käfig aus Fleisch und Lust, dass ich gar nicht mehr weiss wo eigentlich oben und unten ist. Meine Gedanken verfahren sich täglich gefühlte tausend mal in Liebschaften, die niemals zu stande kommen werden, und Sexeskapaden, die unrealistischer nicht sein könnten. Die Problematik besteht jetzt darin, dass selbst wenn ich dem Ganzen entfliehen kann, wenn auch nur für einen Augenblick, dann finde ich mich in einer Welt wieder, der es nicht anders geht. Wie kann es denn sein, dass alles sich zu reduzieren scheint auf körperliche Befriedigungen?
Dann kommt mir allerdings auch der Gedanke, vielleicht sehe ich das alles falsch und eigentlich besinnen sich die Menschen endlich auf das Wesentliche - auf die Verbindungen zwischen uns selbst. Nichts ist wichtiger als Zwischenmenschlichkeit. Kann es nicht sein, dass mein eingesperrtes Gehirn das alles falsch deutet und viel zu sehr auf seine eigenen primitiven Gedanken bezieht? Ich fühle mich einfach so umgeben von dem Einen und alles wollen nur das Eine. Irgendwie ekelt mich das einfach so an. Gibt es nicht wichtigere Dinge im Leben? Nichts als Primaten hier! So kulturell zurückgeblieben und völlig uninformiert über die Welt.
Das einen Problem bleibt aber auch wenn ich die Aussenwelt ausblende. Ich selbst. Den gaaanzen Tag nur Gedanken an: Typen, die Lichtjahre entfernt sind. Zeiten, die in hunderten Tagen noch nicht sein werden. Gedanken von anderen über meine Gedanken. Und das ist doch der springende Punkt oder nicht? Wenn man immer alles in Gedanken lebt und an Gedanken fest macht, dann fehlt einfach das Ausgesprochene. Wir definieren uns doch über unsere Sprache. Das ist das Mittel, welches wir Menschen zur Kommunikation gebildet haben. Wir sollten es nutzen. Aber auch hier wieder - man kann sich ja auch "unterhalten", obwohl man auf unterschiedlichen Kontinenten steckt. Mir fehlt da dann aber das von Angesicht zu Angesicht. Ich sag euch, wenn man erstmal in nahezu vollständiger Isolation gelebt hat, dann merkt man, wie wichtig der echte Austasuch mit Meschen eigentlich ist. So mit Wörtern. Um seinen Gedanken mal Raum zu machen. Und Lippen aufeinander zu legen.