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Sonntag, 6. Oktober 2024

Sonntagsblogger

1. Raverboys am Sonntagmorgen an der Spree 

2. Selbsterklärend. Die meisten Dinge kann ich mir kaufen, aber wie finde ich meinen Soulmate?
 
3.+4. Buchempfehlungen: Nachdem eine Kollegin mir einen romantischen easy-to-read Sommerroman ("Fünf Sommer mit dir" von Carley Fortune) ausgeliehen hatte, habe ich die Freude am Lesen for fun (fast wie in der Kindheit, als Lesen noch eine wirkliches Hobby war und man sich nicht ständig selbst dabei unterbrach mit hektischen Blicken aufs Handy) wieder entdeckt und mache nun direkt mit "Haus aus Wind" weiter. Glaube in den letzten Jahren habe ich mich vielleicht ein bisschen zu viel mit Sachbüchern beschäftigt - was ja auch nice und vor allem bildend sein kann, aber auch ein bisschen hölzern, todernst und immer so zielorientiert.  "Haus am Wind" ist zwar schon ein bisschen näher dran an anstrengend-deprimierenden Sachbüchern, die Probleme der wirklichen Welt beinhalten und für Bobos* (Achtung, das ist kein Genderstern) aus Berlin oder jeder anderen hippen Stadt in Deutschland durchaus relatable, was ja beim lese-induzierten Entspannen durchaus stören kann. Aber irgendwie ist es doch nett, sich in das ausgedachte Leben einer anderen Protagonistin zu stürzen und ihr nach Portugal in ein Selbstfindungs- und Surfabenteuer zu folgen, in dem sie auf mega hippe aufgeklärte und individuelle Aussteiger*innen und Locals trifft, die dann auch noch alle ihre Freunde werden, obwohl sie sich selber die meiste Zeit als absolut peinlich wahrnimmt. Es wird viel gegendert und das von Protagonistin Johanna verinnerlichte politisch-korrekte Einordnen von Personen und Situationen kann an manchen Stellen ein bisschen gewollt wirken und nerven (falls du ein Boomer bist, wovon ich eigentlich nicht ausgehe). Andererseits ist es wieder authentisch, wenn man sich als Bobo derselben Generation und Bubble identifiziert und dieses Bewusstmachen der übergreifenden gesellschaftlichen Strukturen und Privilegien eh zu jeder Zeit mitdenkt. Habe nur bisher selten erlebt, dass das in einem Buch so mit benannt wird. 
Mehr verrate ich erstmal nicht (weil ich eh erst halb durch damit bin :P) 


*von meinem Kollegen Michael hörte ich letztens das erste Mal den Begriff Bobo, kurz für Bourgeois-Bohème. Keine Ahnung mehr, worum es in dem Gespräch bei unserer Feierabend-Zusammenkunft ging, aber vermutlich um gesellschaftliche Strukturen in der Stadt und auf dem Land und was das mit der aktuellen Politik zu tun habe. Fazit war, das wir zwar linksgrün und aufgeklärt täten, aber damit auch Bobos seien - die am Ende vielleicht nur eine Fassade von gesellschaftlichen Veränderungen erwirkten. Hier habe ich eine interessanten Artikel entdeckt, der zwar 10 Jahre alt ist, aber damit auch vermutlich dem Wissensstand von Michael entspricht und das reicht uns erstmal:


Dienstag, 13. Dezember 2022

Wenn ich mein' Schatz nicht rufen darf

 Seniorenlied passend zur Stimmung (Referenz: Damals im Altenheim mit Toni und Klaus geschmettert und es kam mir jüngst wieder in den Sinn, irgendwie berührt mich das Lied und die Erinnerung an Toni, die im Altenheim fern ihrer Heimat immer gute Laute an den Tag legte.) 

Ein schwarzes Geschwür verdunkelt den Himmel. Erst ist es nur eine einzelne Zweifel-Krähe, dann folgen immer mehr, bis ich den Himmel vor lauter schwarz nicht mehr sehe. Sie verschwimmen ineinander, bilden eine Front, sausen herab und hacken nach mir, tun sich zu einer Verschwörungseinheit zusammen. Ich will alle Hoffnung von mir werfen, ihnen geben was sie wollen, hier habt ihr ein paar Körner Hoffnung, da ein paar Samen, aus denen mein Glaube an das Gute keimen könnte. Doch ich widerstehe dem Impuls und lasse den Krähenschwarm vorüberziehen, kämpfe mit mir, es zieht mich in den Schwarm, gleich heben sie mich in die Lüfte zu sich und bringen mich an diesen schrecklichen Ort in meinem Kopf. Ein karger Felsvorsprung ohne Möglichkeit zu entkommen oder Schutz zu suchen, kalt und grau und trostlos. Endloser Streit und allein sein mit sich, vergessen sein, unverstanden und unzugehörig sein. Das nächste, was mich ergreift ist meine eigene Verzweiflung beim Gedanken an diesen Ort. Krähen greifen doch keine Menschen an. Es ist nur die Dunkelheit die mir Angst macht und mir mein sicheres, leichtes Gefühl raubt. Da taucht eine weiße Möwe auf, mit weiten Schwingen und leuchtend hell fliegt sie anmutig und mühelos, lässt das Dunkel verblassen. So wie sie möchte ich sein, mutig und frei. 

Also gucke ich 'Drei Haselnüsse für Aschenbrödel', in dem auch weiße Tauben vorkommen und sich das Aschenbrödel niemals entmutigen lässt und dabei auch noch witzig, selbstbewusst, mysteriös, cool und schön ist. Auf eine Art finde ich den Film bzw. ihre Rolle also durchaus emanzipiert, naja zumindest für die Zeit. Apropos Zeit: Außerdem lese ich 'Das achte Leben (Für Brilka)' von Nino Haratischwili und lerne etwas über den ersten und zweiten Weltkrieg, was deutlich spannender ist als damals im Geschichtsunterricht. Und ich gieße Kerzen mit meiner Jubiläumsfreundin und klimpere auf Tasten, wandele durch die glitzernde Stadt und backe Kuchen für Besuch, telefoniere mit Noelle und Jo, trinke Bier von Susi während wir einen 2 stündigen Film in 5 Stunden gucken, aber dann nachts bin ich doch manchmal allein mit den Krähen. 

Mittwoch, 5. Oktober 2022

book clubbing

 latest book recommendations: 

"Das mangelnde Licht" - Nino Haratischwili: Tausend Geschichten in einer. Über Krieg und Liebe, das Gute und Böse im Menschen, einen Ort und eine Zeit die ganz weit weg scheint und gleichzeitig genau hier sein könnte und so die Verbindung von früher zu heute, von dir zu mir, von uns allen zueinander ist.

"Das Ministerium der Träume" - Hengameh Yaghoobifarah: Gesellschaft und Ausgrenzung, Zusammenhalt und Zugehörigkeit unter Freunden, Fremden und in der Familie, tiefgründiger Humor und sympathisch-besondere Charaktere. 

"Das Buch der Begegnung" - Jorge Bucay: Irgendwie genau das richtige und genau das falsche Buch nach einer "Trennung", in jedem Fall aber sehr weise und mindblowing. Jorge kann ich wirklich nur jedem ans Herz legen, er weiß wie es geht! 



Sonntag, 17. April 2022

Ausdruckstanz

Erkenntnis: Wenn man seltener aufs Handy guckt, kriegt man öfter Nachrichten. Bessere Tipps an mich selber gegen das REINSTEIGERN habe ich derzeit nicht. 

Gestrige Selbstfindungserfahrung: Während alle anderen TeilnehmerInnen in der Abschlussrunde schwärmten, wie geerdet und verbunden mit sich selbst sie sich fühlten, suchten mich Rückenschmerzen vom vielen auf dem Boden sitzen heim und ich wollte nur noch weg - allein sein. Ich hatte mich in der Gruppenüberforderung eher selbst verloren als gefunden. Anstatt die "im Zahnrad der Leistungsgesellschaft" zurückgehaltenen und unerlaubten Emotionen loszulassen, hatte ich auftauchende Gefühle der Anspannung, Scham und das Fehlen eines Gefühls von Verbindung stetig festgehalten und war darin versteinert. Mit einer fremden Gruppe intime Gedanken zu teilen und ihnen eine nicht vorhandene Tiefe durch lautes Atmen und innige Blicke zu verleihen, erschien mir mehr als unauthentisch. Doch die anderen schienen sich genau darin immer wohler zu fühlen.. lautes Schreien und Trommeln auf dem Boden, sich mit der Gebärmutter verbinden und unbekannte Menschen nach jeder Partnerübung umarmen wie einen lange verloren geglaubten Freund. Ich kam aus dem Staunen nicht mehr raus und als wir uns 5 Min lang (kam mir vor wie 2 stunden) gegenseitig fragen mussten "Wer bist du?" wusste ich es immer weniger und wäre am liebsten mit dem nächsten Klangschalen-Gong in den Aikidomatten versunken. Im Abschlusskreis legte die Frau mit kurz geschorenen Haaren neben mir ihre Hand auf meine Schulter und ließ sie da liegen, zum Trost? Ich wollte weinen. Und war verwirrt von so viel Berührung durch fremde Menschen und ihrem ständigen Ergriffensein und entspanntem Geseufze, fühlte mich fehl am Platz. Mitleidige Blicke trafen mich, als wir unseren Gruppenaltar auflösten und ich einer Suchenden aus Berlin ihr Amulett zurückgab, OHNE langen Blickkontakt, OHNE Pathos in den Augen, OHNE eine Geste durch eine Verbeugung, Berührung oder langes Ausharren. Ich wünschte ihr stattdessen "Sonne und Lebendigkeit" und klang dabei wie eine Geburtstagsgrußkarte zum 60.  Auch bei der anschließenden Verabschiedung umarmte ich jeden außer das Tantra-Pärchen halb ernst gemeint und wünschte "Schöne Ostern", was wieder von ungläubigen, auch noch suchenden (nach Verbindung?) Blicken begleitet wurde. Ich schied aus dem Kreis aus und ließ meine Energie da, plauderte zum Glück noch auf dem Rückweg mit der ebenfalls nicht GANZ SO spirituellen Psychologin Lisa über weltlichere Themen. Mit nem veganen Döner setzte ich mich dann völlig erschöpft an die Elbe auf der Rückkehr zu meinem Ich. 

Abkündigungen: Das Buch "Der Gesang der Flusskrebse" kann ich derzeit empfehlen! Habe mich tags und nachts durchgeträumt; schien die Geschichte erst durchaus realistisch, erwies sie sich immer mehr als ein schönes Märchen mit vielleicht ein bisschen Verbindung zur Wirklichkeit. Die Mischung aus Biologie (nicht mein bestes Fach), Poesie, Liebes- und Kriminalroman und Familiengeschichte fand ich irgendwie besonders und ergreifend! Lädt auch zum Heulen ein, wenn ihr Bock drauf habt! Und das Lied "Michael row the boat ashore"würde ich gern auch auf der Mundharmonika spielen können! 

Happy Easter meine Bunnys <3 DAS LEBEN TANZT 

Sonntag, 6. Juni 2021

what if

 Manchmal, wenn der Sommer so richtig dolle ist, aber irgendwie trotzdem so dass man sich fragt IST DAS JETZT DER SOMMER, wird mir ganz schlecht und ich kann auf einmal nichts mehr essen und meine Haut, die mich von der Welt um mich herum trennt scheint ganz dünn und durchlässig zu werden und ich bekomme eine seltsame allgegenwärtige Furcht, eine unerklärbare Ernsthaftigkeit. 

Der intensive Geruch nach See und in der Sonne getrockneten Holzbohlen weht durch die Straßen und die Erinnerung an lässige Karo-Hemden und Sorglosigkeit, Longboards, Lagerfeuer, und Volleyball kommt wieder hoch. Und ich befinde mich wieder in der Mitte der Welt, der Insel im See und gucke von da auf die Welt und warte darauf das irgendwas passiert, warte auf ein Zeichen, warte auf den einen Moment. 

Naja das tue ich glücklicherweise nun nicht mehr. Solche intensen Feelings gibts ja heutzutage gar nicht mehr ;) Aber eine vergessen geglaubte Wehmut kommt dann doch auf und ich frage mich nur ein kleines Bisschen, was passieren würde wenn wir uns wieder sähen. Denn manchmal glaube ich, ich würde in 1000 Scherben zerspringen wenn du mich nur ansiehst. Und ich frage mich nur ein kleines Bisschen, ob alles hätte anders kommen können und will so sehr, dass du mich trotz allem magst. Was eine hypothetische Annahme ist, denn das Du und Ich von damals gibt es nicht mehr. Aber ganz tief vergraben ist noch ein Stück davon in mir und das bereitet mir jetzt wieder dieses sich zusammenziehende Gefühl in meinem Bauch, wenn sie deinen Namen sagen. Und dann wünsche mich eine Schulter zum Anlehnen und möchte nur ein bisschen weinen oder sowas.

Sonntagmorgen, ich höre Balladen, die Luft ist schwer und riecht nach Sommerregen, der seit gestern über der Stadt hängt und genau wie die Wolken warte ich auf den einen Moment der Erleichterung, vielleicht weil es keinen Anfang und kein Ende gab? Denn ansonsten könne ich ja mal einfach weiterleben. Mache ich ja auch. Aber trotzdem grad diese Unterströmung in meiner Gefühlswelt.                                           Und gleichzeitig so viel Liebe für die tolle Welt um mich herum, für die lieben Menschen, die Natur, die Musik, die Bewegung. That's just too much for me 

-es ist wieder Nacktschneckenzeit! 

dramatic

ich bin einfach grade dieses Lied 


latest gelesene Bücher, für gut befunden: 
"Die Mitte der Welt" (poetisch und deep, Family Story)
"Das Café am Rande der Welt" (einfache aber wahre Lebensweisheit) 
"Ich habe dir nie einen Rosengarten versprochen" (Schizophrenie)









Donnerstag, 30. April 2020

In a town don't taste like it used to

"Ich entziehe einem Volk das Vertrauen, das glaubt, totale Durchleuchtung schade nur dem, der etwas zu verbergen hat. 
Ich entziehe dem allgemeinen Wohl das Vertrauen, weil es Selbstbestimmtheit als untragbaren Kostenfaktor sieht. 
Ich entziehe einer Politik das Vertrauen, die ihre Popularität allein auf das Versprechen eines risikofreien Lebens stützt. 
Ich entziehe Eltern das Vertrauen, die ein Baumhaus "Verletzungsgefahr" und ein Haustier "Ansteckungsrisiko" nennen."

          -Juli Zeh in "Corpus Delicti - Ein Prozess" 

UFF - was für ein Buch! Verstörend und deprimierend zu lesen in diesen Zeiten und wohl auch sonst. 
Aber durchaus sehr gut und erwähnenswert, empfehlenswert, diskutierenswert. Cranke times sind das.

So...what to do and where to go? Ich so: Yoga praktizieren, mein Handy anstarren, Masken nähen, telefonieren und dabei nichts Neues zu erzählen haben, Möhrenkuchen backen, meine Eltern erziehen, vergeblich nach Inspiration suchen, mich um Erwachsenendinge wie die Krankenkasse kümmern, aufs Erwachsenenleben warten, Zeitung lesen, denken ich würde nicht genug Nachrichten konsumieren, mich über die Nachrichten aufregen, Fahrradtouren machen, mich unbedeutend fühlen, dem Schweigen meiner Eltern lauschen und mitmachen, durch den Regen joggen und mich über Schnecken und die feuchte freshe Frühlingsair freuen... Wow diese Alliteration ist der derzeit einzige Höhepunkt meines Schriftsteller-Daseins. 
Sitze hier unter der Käseglocke, neben mir mein Leben, verpackt in Kartons. Wir warten darauf, dass es weitergeht. Aber wohin überhaupt? Und ist das nicht eigentlich auch superegal? Wünschte ich wäre "not done yet". Ich fürchte aber ich bins. 







Dienstag, 12. September 2017

ME MYSELF AND I... AND OTHER PEOPLE

Wer sind nur diese süßen Bois? Zufällig letztens auf youtube gefunden, finde ich ganz chillig :)
Man ich habe eine regelrechte Schreibblockade in letzter Zeit... Immerhin Omas alte Schreibmaschine wieder aufgemöbelt und ein paar Briefe geschrieben. Außerdem alte Briefe gelesen, die zum Teil echt amüsant sind und zum Teil niemals ihren Empfänger erreichten.
Bin ein bisschen düster drauf und neige grad dazu, alles scheiße zu finden. Bietet sich allerdings auch an...
Alles fing mit den Kindern von Bahnhof Zoo an, die mir endlos abgefuckte Fieberträume bescherten. Liege für immer im Dunkeln rum und das Leben passiert da draußen einfach ohne mich. Sobald ich versuche dran teilzunehmen, gucken mich alle komisch an und ich fange an zu heulen und gehe wieder zurück in meine Höhle, weil ich einfach nicht gesellschaftsfähig bin mit den Parasiten unter meiner Haut und dem Zittern in meiner Stimme. Aber ok, vielleicht geschieht ja ein Wunder und ich bin bald wieder voller Freude sprühend und besuche so spaßige Partys wie das Kartoffelfest und den Geburtstag meines Vaters in einem Glitzerbonbonkleid. Fühlt sich nur grad an wie eine Wahnvorstellung. Genau wie der ganze TO-DO Shit, der getan werden MUSS, zu dem ich mich aber kein bisschen fähig fühle. Arztbesuche PLANEN und Krankschreibungen RECHTZEITIG abschicken und sich SELBST VERSORGEN mit Tee und Medizin und normalem Essen und Schlaf, außerdem zwischendrin Kampfansagen ans Team machen, mit zu erwachsenen und deshalb beschissenen Leuten tote Enten essen und mir das blöde Gelaber anhören, nicht nur über dringend benötigten Urlaub auf Malle und Schultütendesigns und die anstrengende Arbeit, sondern auch über die Zunahme von Depressionen und warum das wohl so ist, gefolgt von absurden Theorien und Verallgemeinerungen als hätte man Ahnung. Mir immer gleiche Fragen über das allgemeine Life anhören und wie es denn mit den Typen läuft und dann die Diskussionen über Konzerte und ob man sich die Rolling Stones in ihrem Alter noch anhören sollte, weil die ja quasi schon zum Friedhofsgemüse gehören, genau wie Patti Smith. Meine Meinung zu der guten Frau: Sollte man sich auf jeden Fall geben, auch wenn mein Vater mal wieder so tut als gäbe es keine Drogen, noch nicht mal Gras und ich soll lieber nicht erzählen, dass Patti sich beim Kacken mit einer Libelle unterhalten und sie danach verspeist hat. Dabei geht es doch um die Mukke und die Message und die ganze Erscheinung, aber Leute die anders sind und auf dem Feld Feldenkrais-Übungen vollführen mitten in einer gesitteten Menge von ordentlichen Menschen und die vielleicht zu viel reden sind immer gleich komisch und von denen soll man sich fernhalten. Der TYP LEBENSKÜNSTLER halt... Die haben doch alle ein bisschen n Rad ab und keine richtige Ausbildung usw, das kann ja alles nicht so funktionieren in unserer Gesellschaft ABER OK jeder hat doch ein Rad ab, nur die meisten können es gut genug verstecken. Dann einfach mit dem Bro Reimund abhauen auf noch einen Absacker und damit dieser mit den ungefähr 40 Jahre jüngeren Kellnerinnen flirten kann, einfach davonlaufen vor so viel Breitsein, weil ich schon allein klarkomme zum Glück und auch noch mitspiele bei dieser ganzen Realitätsflucht und jedem seine Scheißillusionen aufrecht erhalten will. Weil es alle so wollen... "Aber ICH WILL DIESES CRIME LIFE NICHT MEHR  "will ich schreien und der Immoblienhai dreht Peter Fox aggressiv lauter in seinem neuen Büro über der Stadt und will wissen, dass alle ihn hören, auch die Straßenpenner auf dem Marktplatz gegenüber. Absurde Situation, wie er auf seinem roten Teppich tanzt und meine Gedanken übertönt, ein erwachsener Mann, der doch wohl auch ziemlich ein Rad abhat, aber im Grunde doch großzügig und wunderbar ist und das merkt man nicht nur daran, dass er mir den Teppich direkt schenken will, als ich meine dass ich den GEIL finde.

Diesen ganzen oben genannten Shit kriege ich zumindest nicht in meinem Zustand auf die Reihe und fühle mich alleine auf der Welt, keiner ruft mich an oder schreibt mir naja genug mit dem Rumgeheule, gleich gibts "Die Wollnys" und da frage ich mich manchmal was eigentlich mein Peter so treibt in diesen kaltnassen Septembertagen. Hoffentlich deprimiert rumliegen und an mich denken und an die Zeiten, als es den Sommer noch gab. Um das rauszufinden, müsste ich mich öfter ins NIGHTLIFE stürzen, was aber erst nach Erreichen eines optimalen Gesundheitszustandes erfolgen kann.
War heute Nacht mit deiner Neuen und den anderen schwimmen und lustige Spiele spielen, Meerjungfrauen zum Beispiel. Verstehen uns SUPER
Achja und wollte noch ein Buch empfehlen: "Wie wir lieben" von Friedemann Karig (süßer Typ, wie ich finde ;)) hinterfragt unsere Arten zu lieben, uns zu binden; was natürlich ist und was VON DER GESELLSCHAFT gemacht und wie sich alles entwickelt hat. Ich hatte das Gefühl, es ist sehr gut recherchiert und die Bezüge auf "Sex and the City", verschiedene andere Bücher, Autoren und Songs fand ich funnyy und gut nachvollziehbar. Zwischendrin immer eher ungewöhnliche Lovestorys von echten Menschen... Am Ende vielleicht etwas langatmig, kann aber auch daran liegen dass die Schule wieder anfing und ich keine Zeit und Konzentration mehr hatte zum Lesen. Ansonsten fand ich es sehr spannend zu lesen!! Auch wenn ich mich frage, ob Liebe überhaupt existiert. Ich hab viel zu große Angst vor der ganzen Story und immer wenn man Leuten zu nahe kommt, verschwinden sie und zwar manchmal für immer. Was ich blöd finde, weil eigentlich mag ich manche ganz schrecklich gerne, so sehr dass ich sie für immer im Arm halten möchte aber das geht jetzt auch nicht mehr wegen der Parasiten.
Nun denn - vielleicht wake ich wieder up when september ends. Versprechen möchte ich aber nichts. Eventuell lade ich an Halloween mal den Kammerjäger zu einer Teeparty ein... haut rein Zimtschnecken - ich poste bald mein neustes Rezept <3

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Wenn man zu lange mit niemandem redet, vergisst man den Unterschied zwischen der Wirklichkeit und seinen eigenen Gedanken

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Wintertime... Meine neue beste Freundin ist Carrie Bradshaw und ich spiele mit dem Gedanken, in Zukunft wie sie eine Karriere als Sexanthropologin anzusteuern. Mein derzeitiger Aufenthaltsort ist eine tiefe Bildungslücke, was ich unter anderem daran merke, dass ich Filme auf Englisch gucke und sie nicht witzig finde. Das wiederum könnte möglicherweise daran liegen, dass ich sie nicht verstehe. Oder aber daran, dass ich Bridget im Moment einfach nur deprimierend und zu null Prozent witzig finde. Die ganze Story ist komplett unrealistisch (natürlich im kompletten Gegensatz zu sämtlichen Sex and the City-Folgen.), die Alte nervt irgendwie mit ihrer tüffeligen Art. Jaa ich weiß, dass soll süß und sympathisch wirken und außerdem Identifikationspotential für mittelattraktive, nicht sonderlich selbstbewusste Frauen im mittleren Alter, die wir alle sind, bieten. Aber ich meine, kann die sich vielleicht mal zusammen reißen? Die ist doch gar nicht so blöde wie sie tut. Und ihr derzeitiger Freund, Marc Darcy ist ein langweiliger Schnösel, der überhaupt keinen Humor hat und der sich vor seinen Anwaltskollegen für sie schämt. Was will sie bloß von dem? Also da gibt es doch wirklich coolere Typen.
Zurück zu Carrie und ihren Gürlz. Da meine eigenen Freundinnen in der Weltgeschichte rumstudieren, also Besseres zu tun haben als mit mir mehrmals die Woche Vernissagen oder die Fashion Week zu besuchen, Cocktails zu schlürfen und dabei die angesagtesten Männer der Stadt zu angeln, muss ich mich in der Zeit wohl oder übel um meinen eigenen Berufsweg kümmern. Hochkonzentriert sitze ich also vor dem Fernseher und versuche, die aufwendig recherchierten Informationen über die Beziehungen zwischen Männern und Frauen nachzuvollziehen.
Ansonsten habe ich diese Woche schon die letzte Staffel von "Türkisch für Anfänger" beendet, "Endlich Samstag!" (jaa ich weiß, das lief auf KiKa und ist für ungefähr 12-14 jährige Kinder gedacht...) fast durchgeguckt und bin jetzt wie gesagt bei "Sex and the City" angelangt. Bietet sich allerdings auch wenig andere Beschäftigung an. Ich muss ein arbeits- sowie feierbedingtes Burnout auskurieren, liege krank und unsexy im Bett rum, habe das Gefühl, es wäre mitten in der Nacht, doch ein Blick auf die Uhr überzeugt mich vom Gegenteil. Es ist gerade mal halb fünf Uhr nachmittags und bereits finster wie sonstwas.
Ich warte also punschtrinkend auf den Weihnachtsmann und singe aus vollem Hals "ALL I WANT FOR CHRISTMAS IS YOUUU". Als ich mich umdrehe, steht da aber nur der einsame Rentner, der seit Neustem jeden Tag kommt, in der Tür und lächelt mich selig an. "Nein, dich meinte ich doch nicht mit YOU!!!", denke ich verzweifelt und nehme seine Bestellung auf. Kurz darauf fragt er wieder, ob ich mit ihm einen Kaffee trinken gehe. Lange kann ich diese hoffnungsvollen Blicke nicht mehr abweisen - zu Weihnachten darf doch keiner alleine sein! Andererseits ist er ein bisschen die Bridget-Heulsuse in männlicher Form. Darf er aber auch sein, schließlich ist er alt und alleine und krank. Aber Weihnachten ist doch ein Mythos. Ein Fest für Kinder, die wir nicht mehr sind. Eine erwartungsdurchtränkte, sentimentale Zeit des Jahres, in der alle plötzlich voll auf dem (Nächsten)liebestrip sind. Finde, man sollte Liebe regelmäßiger dosiert auf das ganze Jahr und auf alle Menschen verteilen. Aber nun gut, das würde jetzt zu weit führen.
Desweiteren habe ich in letzter Zeit zwei echt gute Bücher gelesen, welche ich gerne weiterempfehlen möchte:

Widerfahrnis - Bodo Kirchhoff
Einsamer Mann wird von einsamer Frau freiwillig nach Italien entführt und adoptiert dort schließlich gemeinsam mit ihr ein stummes Flüchtlingsmädchen, es bleibt bis zur letzten Seite auf angenehme Weise spannend, unvorhersehbar und kein bisschen kitschig. Fand es super schön und ganz ungewöhnlich geschrieben!

The Girls - Emma Cline
Summer of 69: Ein junges Mädchen aus relativ normalen Verhältnissen gerät in den Bann einer fragwürdigen Hippiesekte, angeführt von einem ruhm-und gewaltbesessenen Mann, dem alle im Rausch gehorchen, bis die Stimmung auf der Ranch kippt und immer deutlicher wird, dass etwas nicht in Ordnung ist. Auch hier fand ich es bis zum Ende hin super spannend. Die Geschichte beruht auf wahren Begebenheiten und ist wirklich gut erzählt!

Dienstag, 15. November 2016

i should get a dog or something


Lass die Blätter golden werden und zu Boden fallen, lass sie erfrieren, lass den Schnee sie zudecken und dann Gras darüber wachsen. 



                                   



Kennt ihr schon...?

"Mädchen für alles" - Charlotte Roche
Die grobe Story - eine mittelalte, verheiratete Mutter, die psychisch nicht ganz auf der Höhe ist und deshalb crazy Fantasien mit ihrer neuen Babysitterin entwickelt und schließlich auslebt, um zu verhindern, dass ihr Mann was mit der jungen, attraktiven Marie startet. Aber auch, weil sie selbst ziemlich Bock auf die Alte hat und irgendwelche dunklen Geheimnisse in sich trägt, Traumata in der Vergangenheit erlebt hat, familiäre Probleme hat und hatte, weshalb sie auch ihre Eltern umbringen möchte. Das alles wird aber nur durch uneindeutige Aussagen nebenbei angedeutet, wie auch schon in "Feuchtgebiete". Ganz im Gegensatz zu den ausführlich beschriebenen, abstrusen und für den Leser möglicherweise abstoßenden Gedankengängen von Chrissie, der Protagonistin, bei denen man manchmal am liebsten schreien oder das Buch angewidert in der Biotonne entsorgen möchte, weil es so tabulos ist, vor nichts zurückschreckt. Diese Kombination aus versteckten, angedeuteten Informationen und schriller Rücksichtslosigkeit, nach Aufmerksamkeit schreiender Unperfektheit findet man nicht oft und genau das gefällt mir an dem Buch! Die Frau (Chrissie) hat halt echt nen Schaden und ich habe nicht so die krasse Sympathie für sie entwickelt - trotzdem sehr spannend, wie ihre Persönlichkeit dargestellt wird und wie man nach und nach mehr über sie erfährt und warum sie so sein könnte. Das Ende war etwas überspitzt, aber feier Charlotte Roche einfach dafür, dass sie sich für nichts zu schade ist und über Grenzen geht, die sich andere nicht zu berühren trauen. Einfach mal auf alles scheißen!

"So bin ich nicht (Gretas Storys)" - Anneliese Mackintosh

Dieses Buch besteht aus chronologisch nicht geordneten kurzen Erzählungen aus dem Leben von Greta. Auch bei ihr ist nicht immer alles rund gelaufen und nach und nach erfahren wir von verrückten, verzweifelten, traurigen und menschlichen Dingen, die sie durchlebt und getan hat. Wie sie sich selbst behandelt hat und das alles in völlig verschiedenen Lebensphasen und Situationen. Es ist keine fortlaufende Geschichte, aber trotzdem spannend, weil die einzelnen Abschnitte langsam auch ein Gesamtbild von ihrer Persönlichkeit zeichen, ihr Leben darstellen. Hat mich sehr berührt. Auch die Sprache gefällt mir - unspießig, rotzig, ehrlich. Immer auf den Punkt bringend, ohne Beschönigungen. (das finde ich übrigens auch bei dem anderen Buch - trotzdem haben beide voll ihren eigenen Sprachstil)

Fazit: Stehe auf Bücher mit völlig gestörten Protagonistinnen.


Zurzeit lese ich "Das Jahr des Rehs" von Stephanie Jana und Ursula Kollritsch, so'n richtiges Frauen-in-der-Midlife-Crisis Buch, in dem sich zwei solche Muttis über E-Mail aus ihrem mit 40 doch noch mal völlig verrückten Leben berichten. Hört sich jetzt primitiv an, ist aber wirklich richtig schön und herzerwärmend. Und genau das richtige für vorwinterliche Novemberblues-Tage! (Sollte es mir zu denken geben, dass ich als 21Jährige so ein Buch lese? Naja, wahrscheinlich hab ich grad die Quarterlife-Crisis)




Samstag, 25. April 2015

Einiges

Yooo Leute, lang ist's her... Die Beschwerdebriefe häufen sich auf meinem Schreibtisch, außerdem wurde ich wegen Trunkenheit am Fahrradlenker verhaftet - Scherz.
Nach einer turbulenten letzten Schulwoche bin ich nun doch ziemlich erleichtert, dass sie vorbei ist!! Und habe erstmal die neu gewonnene Freiheit dazu genutzt, mein Buch zu Ende zu lesen (vorher habe ich kleine Kinder vor der Schule angepöbelt und nen Sekt getrunken, vielleicht. Das erwähne ich an dieser Stelle nochmal, damit niemand denkt, dass ich ein Streber bin, der erstmal liest.. Außerdem hoffe ich, dass meine braun gelockte Freundin von S.a.S. nicht allzu schockiert von mir war.)
Besagtes Buch möchte ich euch empfehlen:

"Wir brauchen neue Namen" von NoViolet Bulawayo

Musste beim Lesen so oft einfach nur laut lachen, weil die erzählende Person total witzig und frech ist und sich dauernd über die Erwachsenen lustig macht und ihre ganz eigene Sichtweise auf ihre Umgebung hat. Dabei geht es eigentlich um ein ernstes Thema: Ein Mädchen wächst in einer afrikanischen Blechhüttensiedlung auf, später lebt es in Amerika und erzählt davon, wie sie sich auch nach Jahren nicht wirklich zugehörig fühlt und sich nach ihrer Heimat sehnt. LEST ES! Hat mich sehr berührt und zum Nachdenken gebracht. Vor allem diese Passage fand ich mehr als gelungen:

"Seht nur, sie gehen in Scharen, obwohl sie wissen, dass man sie kühl empfangen wird in jener Fremde, weil sie dort nicht hingehören, obwohl sie wissen, dass sie auf einer Pobacke werden sitzen müssen, weil man sie jederzeit auffordern kann, sich zu entfernen, obwohl sie wissen, dass sie gedämpft flüstern werden, weil sie mit ihren Stimmen nicht die Stimmen der Besitzer des Landes ertränken dürfen, obwohl sie wissen, dass sie auf Zehenspitzen werden laufen müssen, um in der neuen Erde keine Spuren zu hinterlassen, um nicht für solche gehalten zu werden, die das Land für sich beanspruchen. Seht nur, sie gehen in Scharen, Arm in Arm mit Verlust und Verlorenen, seht nur, wie sie gehen."

Echt ein krasses Buch, das dabei hilft, sich in die Situation von Flüchtlingen (egal aus welchem Land) hineinzuversetzen. Und das sollte jeder von uns tun und sich klar machen, wie schwierig es ist, in ein fremdes Land zu kommen und sich zurecht finden zu müssen.

Ansonsten stürze ich mich ab gestern abend und jetzt ins LERNEN!
Wünsche allen anderen dabei viel Spaß und dass ihr es genießt, wie euer Kopf sich langsam mit Wissen füllt, bis man sich am Ende wie der schlauste Mensch der Welt fühlt! Ganz viel Loove und bunte Blumen ♥













Sonntag, 5. Januar 2014

Tanzende Blumen und andere Wunder

Soo Kinder... wie fühlt sich das neue Jahr für euch an? Ich hoffe, es ist alles außergewöhnlich wunderbar. Bei mir ist alles wie immer, die dicke Nelly und ich haben uns dieses Jahr zum Vorsatz gemacht, so viel wie möglich zu essen.. Nein Spaß ;) Vorsätze sind was für Angeber. Trotzdem gab's in letzter Zeit wiederholt Pizza und McDonalds und heute indisch, Schokolade und und und...
Was habt ihr zu allererst im neuen Jahr gemacht? Bei mir blieb nicht viel Zeit, um melodramatisch über das vergangene Jahr nachzudenken und einen Neuanfang zu starten. Ist aber ja auch egal. Inzwischen sind viele spannende Dinge passiert: Ich habe nackt im See gebadet und dabei einen Liebesstein gefunden, einen Zaubertrank um Mitternacht getrunken, mich unter einem Tarnumhang versteckt (die anderen Leute haben mich aber trotzdem gesehen..) und nicht vorhandenen Lovern hinterhergetrauert.
Heute war ich mit meiner Gäng in der Tanzshow "Momix Botanica", welche äußerst vielversprechend als Liebe zur Natur pur umworben wurde. Unsere Muttis waren mal wieder auf merkwürdige Ideen gekommen und dachten, uns damit erfreuen zu können. Wir wurden jedoch nicht enttäuscht und befanden uns für zwei Stunden in einer anderen Welt. Mein Bruder verdächtigte mich zwar, immer nur bei den perversen Gruppensex-Nackt-Szenen das Fernglas rauszuholen (das stimmte gar nicht, außerdem waren die nicht nackt, sondern hatten ganz dünne enge Anzüge an!!), aber das ganze war durchaus sehr beeindruckend und aufwändig gestaltet.
Dann habe ich in der 30er Zone fast einen Hasen überfahren. Echt scheiße, hab total Angst, dass ich mal ein Tier überfahre oder ein Kind oder so... Dann könnte ich niiie wieder...irgendwas tun :(
Was uns direkt zu einem tollen Buch führt, welches ich grade fast durchgelesen habe:
Es handelt sich um "Paradies für alle" von Antonia Michaelis. Da wird nämlich auch ein kleiner Junge überfahren, der das Paradies auf Erden erschaffen wollte. Solltet ihr unbedingt lesen, ein wirklich süßes, lustig-tragisch und philosophisches Buch!
Viel Freude im neuen Jahr! ☻

Sonntag, 6. Oktober 2013

...bin das Treppengeländer runtergerutscht und hab mir das Herz gebrochen


Potsdam...
 
 
 
 
 

"Wir sind die Generation der Sieger, der Kommunikation, der Omnikation, jeder gleichzeitig mit jedem. Wir werden ewig leben. Wir brauchen keine Rente, keine Pflegeversicherung und keine Religion. Unsere Seele ist uns ins Gesicht geschnitten. Wir haben keine Geschichte, sondern nur Zukunft. Das Emblem der Deutschen Bank ist die Linie unseres Lebens. Wir fressen den Erfolg und scheißen auf die Wahrheit."

(aus "Wahnsinnsspiel" von Jürgen Seidel)
selten so ein verrücktes Buch gelesen!

Dienstag, 5. Februar 2013

Sonne + Schnee = Schneebogen?

"Leider ist das hier kein Buch. Das ist nur das wahre Leben, Brüder & Schwestern. Es ist nicht so leicht, das wahre Leben so zu ordnen, dass es sich übersichtlich und nett gestaltet."   
                              -"Die Sonne ist eine geniale Göttin", Jon Ewo-

Dieses Buch ist das erste seit langem, bei dem ich nicht wollte, dass es zu Ende geht. Es geht um den 16jährigen Adam, Sohn von zwei ehemaligen Punkrockern, der beschlossen hat, die Sommerferien zum Erwachsenwerden zu nutzen, nachdem seine Freundin ihn verlassen hat, weil sie ihn zu kindisch fand. Als er in seiner Depression auf dem Marktplatz sitzt und über sein Schicksal nachdenkt, fliegt plötzlich Kleiner Sturm auf Inlinern vorbei und er verliebt sich schlagartig in sie und versucht alles, um an sie ranzukommen.
Der Schreibstil von Jon Ewo ist einfach total gut wie ich finde, man hat wirklich das Gefühl, dass man Adams wahre Gedanken liest. Und diese sind einfach manchmal sooo lustig, dass es wehtut. :D Falls ihr noch nicht ganz so erwachsen seid, UNBEDINGT zu empfehlen, wirklich!!! Es hat mich einfach glücklich gemacht :)



                        

Dienstag, 8. Januar 2013

Man kann den Sommer nicht erzwingen, aber man kann den Winter feiern

Lese grade "Robinson Crusoe", seitdem ich letztens meinen Rucksack gepackt hatte, um abzuhauen aber es irgendwie nicht geschafft habe, weil das Fahrradfahren mir zu anstrengend war. Und ich muss sagen, ich find das Buch eigentlich ganz geil! Dabei ist mir dieser Satz ins Auge gesprungen:

"Die Stürme des Lebens muss man gegen die Vorteile abwägen, welche einem dabei zugute kommen; und hauptsächlich muss man sein Augenmerk auf die noch größeren Übel haben, welche einen treffen könnten."

Und ich habe mir gedacht, ich sollte mal wieder anfangen, das Gute zu sehen und aufhören, rumzuheulen, über Dinge, die sich eh nicht ändern werden, wenn ich sie nicht änder. Es gibt so viele tolle Sachen am Winter: Gemütlichkeit und die Zeit, Dinge zu tun, die man schon immer machen wollte. Fitness-Session starten und im Dunkeln joggen; so richtig abgehn, bis die Leute durchdrehn; Geschichten und anderes schreiben; vom Sommer träumen; den ganzen Tag shoppen gehen, ohne einschlechtes Gewissen wegen schönem Wetter zu haben; Bücher lesen usw. Und da die Schule ja wieder in vollem Gange ist, hat mein Leben erst recht wieder einen Sinn bekommen ;)
Ich sage euch, liebe Freunde: Es ist das PURE GLÜCK! <3

Montag, 24. September 2012

Es war einmal...

Am Wochenende bin ich einmal quer durch Deutschland gefahren, um nach langer Zeit endlich mal wieder meine Freundin Jolanda (Name von der Redaktion geändert) zu sehen. Ich fand mich in einem verzauberten Märchenwald am Rhein wieder, irgendwo im nirgendwo. Es war wunderschön und ein tolles Gefühl, einfach mal ganz alleine unterwegs zu sein!
Märchenhaft ist auch das Buch, was ich euch heute vorstellen möchte: "Der Märchenerzähler" von Antonia Michaelis hat mich total in seinen Bann gezogen, ich konnte es gar nicht mehr weglegen.
Und darum geht's in dem Buch:

Es ist tiefster Winter und Anna steckt mitten in den Abivorbereitungen, als sie sich mit dem polnischen Kurzwarenhändler Abel anfreundet, den alle anderen meiden. Anna, die in einer perfekten Familie aufgewachsen ist, lernt nach und nach das Leben von Abel und seiner kleinen Schwester Micha in einer trostlosen Plattenbausiedlung kennen und verbringt immer mehr Zeit mit den beiden. Abel erzählt Anna und seiner kleinen Schwester ein Märchen, in dem die kleine Königin auf dem Weg zum Festland von einem schwarzen Schiff verfolgt wird. Das Buch ist also zum Teil als Märchen geschrieben, was ich sehr schön finde. Aber das Märchen wird zur Realität und das ist dann gar nicht mehr schön... Denn hinter der kleinen Königin verbirgt sich Micha und auf dem schwarzen Schiff befinden sich unter anderem ihr krimineller Vater und das Sozialamt. Als mehrere Leute aus Abels Umfeld auf brutale Art ums Leben kommen, gerät er in Verdacht und Anna weiß nicht mehr, wem sie glauben soll.
Die Geschichte ist sehr spannend, schon fast verstörend und hat mich sehr berührt. Ich empfehle es jedem, der auf Psychothriller mit poetischem Touch steht. Also es ist nicht so richtig blutig, aber dafür geheimnisvoll und einfach...anders! Und es ist eine Liebesgeschichte ohne Happy End.
Falls ihr es auch schon gelesen habt, schreib in die Kommentare wie ihr's fandet. Würde mich freuen! Bis dann, eure Märchenprinzessin :*

Dienstag, 7. August 2012

Was vom Sommer übrig ist.

Hey Leute! :) Was habt ihr so alles diesen Sommer erlebt? Zeltlager? Familienurlaub? Euch gelangweilt? Vielleicht sogar gelernt? DEN Sommer eures Lebens verbracht oder nur darauf gewarte, dass er vorbeigeht?
Für mich steht fest: Der Sommer ist die schönste Zeit im Jahr. Auch wenn er dieses Jahr jetzt nicht so der Burner war (vom Wetter her), habe ich einiges erlebt: Ich war das 1. Mal auf einem Festival, habe surfen gelernt, gekocht, Sport gemacht, einfach Spaß gehabt. Aber ich musste auch warten, Abschied nehmen, habe vermisst und geweint. Vor allem ein habe ich aber im Urlaub gemacht: Lesen! Ein Buch hat mir dabei besonders gut gefallen und deshalb wollte ich es euch gerne mal vorstellen:


In "Was vom Sommer übrig ist" von Tamara Bach geht es umd den Sommer, Freundschaft, Einsamkeit und Trauer. Zwei Mädchen begegnen sich zufällig und erleben zusammen die verrücktesten Sachen, obwohl sie eigentlich nichts voneinander wissen. Beide sind sehr einsam. Was soll man auch sechs Wochen lang machen, wenn die Freunde verreist sind oder man keine hat...? Louise arbeitet den ganzen Sommer und will ihren Führerschein machen während Jana nichts mit sich anzufangen weiß, da ihr Bruder im Krankenhaus liegt und ihre Eltern sogar ihren Geburtstag vergessen haben.
Mehr will ich erstmal gar nicht verraten, ihr könnt es ja dann selber lesen. ;) Ich fand es auf jeden Fall richtig gut, toll geschrieben, schöne Geschichte und außerdem nicht zu dick.
                                                    

Donnerstag, 12. Juli 2012

Ein herrlicher Tag!

Als ich heute morgen die Augen aufschlug, war ich mir noch zu 100 Prozent sicher, dass der heutige Tag genauso langweilig und regnerisch werden würde wie die letzten. Widerwillig stand ich auf, um schnell mein Sportprogramm hinter mich zu bringen: Schwimmen stand an. War aber wirklich sehr entspannend, ich fühlte mich unter den Senioren, die zum Frühschwimmen in großer Zahl erschienen waren ganz wohl... (Ich hoffe das kam jetzt nicht falsch rüber) Danach machte ich mich zusammen mit einer Freundin auf den Weg zum Buchladen, um ein Buch für meine Mutter zu bestellen. Und siehe da: Der Moment auf den ich so lange gewartet hatte, war gekommen. Als ich den Laden betrat, fiel mir sogleich der gutaussende Typ auf, der da neben dem Bücherregal stand, doch ich machte mir keine großen Hoffnungen und guckte ihn mir lieber nicht zu genau an. (denn das wäre zu auffällig gewesen) Als ich das besagte Buch nicht finden konnte, ging ich zu Kasse und er fragte mich wie er mir helfen könnte. OMG! dachte ich, er arbeitet hier. Im Bücherladen. Was macht ein so gutaussehender, überaus cooler Typ in einem Buchladen in diesem Kaff? Ungewohnt lässig bestellte ich also das Buch und kam ein bisschen ins Gespräch mit ihm. Er war total nett und süß :)
Leider kriegte meine Freundin Ingeborg (Name geändert) noch im Laden voll den Lachanfall, doch ich hoffe er hat es nicht mitgekriegt... Auf dem Rückweg spekulierten wir wie wild über die Begegnung. Ich war voll happy den ganzen Tag! Morgen muss ich natürlich wieder hin, um das Buch abzuholen ;) ♥